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„Slawische Seiltänze“ Der polnische Saxofonist Maciej Obara Mit Karl Lippegaus

Maciej Obara hat es an Selbstvertrauen nie gemangelt, auch nicht an Ausdauer. Beste Voraussetzungen, um seine Vorstellungen eines fesselnden Saxofonspiels zu entwickeln und den großen polnischen Stimmen im Jazz von Komeda bis Stanko zu antworten.

Mit Karl Lippegaus

„Erst wenn du den Sound im Studio hörst, wie die Musik in der Luft vibriert, erst dann weißt du, dass das der Anfang der Entstehung einer Platte ist”, sagt Maciej Obara. Am Konservatorium gründete er sein erstes Jazztrio; neun Alben unter eigener Regie hat er bereits veröffentlichen können. Obaras fulminantes Quartett mit dem Pianisten Dominik Wania wurde vor zehn Jahren erdacht und ist wahrlich ein Glücksfall eines Kammerjazz, der nach eigenen Regeln seine Poesie entfaltet. Die Band agiert mit erstaunlichem Sinn für Dynamik; die norwegische Rhythmusgruppe mit Ole Morten Vågan (Bass) und Gard Nilssen (Drums) trägt ihren Teil zum Gelingen bei. Der Trompeter Tomasz Stanko, der sein Mentor wurde, sagt über Obara, er sei ein großartiger Musiker, sein Spiel hat Reife, Charme und Schönheit. Mit dem aktuellen Album ,Unloved’ (ECM), ist Maciej Obara auf dem Weg zu einem großen Namen im zeitgenössischen Jazz.


© Deutschlandfunk, Jazzfacts, 1.3.2018

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