„Soul und Funk aus der DDR“ Die neue Amiga-Compilation „Hallo 22“.

Max Herre und Dexter im Gespräch mit Andreas Müller. „Einzigartige Musik, die so im Westen nicht stattgefunden hat“, schwärmt Hip-Hopper Dexter von den Tracks aus dem Amiga-Archiv. Zusammen mit Max Herre hat er Songs aus den 70er-Jahren des DDR-Kultlabels kompiliert und als Doppel-LP herausgebracht.

Manfred Krug ist drauf, Uschi Brüning, und Günther Fischer gleich mehrmals: Mit Max Herre und Dexter haben sich ausgerechnet zwei Schwaben den Katalog des DDR-Labels Amiga vorgenommen und daraus eine Doppel-LP zusammengestellt mit Soul- und Funk-Liedern aus den 1970er-Jahren.

Max Herre erinnert sich, wie er in den 1990er-Jahren im Stuttgarter Hi Club zum ersten Mal auf Soul- und Funk aus der DDR aufmerksam wurde. Nachdem er in den Nullerjahren nach Berlin gezogen sei, habe er dort richtig Feuer gefangen. Die Flohmärkte seien voller Amiga-Schallplatten gewesen und er auf der Suche nach dem nächsten verwertbaren Sample.

Einzigartige Musik in Deutschland

„Für mich ist das einfach so eine einzigartige Musik, die so im Westen nicht stattgefunden hatte“, sagt Dexter: „Das Vermögen von den ganzen Musikern, die ihre Instrumente so beherrscht haben, von Arrangement bis Aufnahme-Klangqualität – das hat einfach seinesgleichen gesucht.“

Er habe Zeit gebraucht, das zu verstehen, fährt er fort, „aber irgendwann hat sich das einem erschlossen, dass es was ganz Besonderes war, was ich so in deutscher Sprache einfach sonst nicht gehört habe.“


Zwischen Al Green und James Brown lief da zum Beispiel der Gerd Michaelis Chor – und die Party ging trotzdem weiter. Das war ein Kuriosum.

Musiker Max Herre zum ersten Kontakt mit DDR-Soul und Funk



© Deutschlandfunk Kultur, Tonart, 28.9.2022

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