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„Strange Fruit“ Billie Holiday, die Rosenbergs und der amerikanische Traum

Mit dem Song „Strange Fruit“ erlangt Billie Holiday Weltruhm. Das Lied wird 1939 zum Aufschrei gegen Rassismus und Unterdrückung. Komponist ist Abel Meeropol. Er adoptiert später die Kinder des Ehepaares Rosenberg, die 1953 in einem spektakulären Spionageprozess in den USA zum Tode verurteilt werden.

In der Lower Eastside reden die Leute jiddisch und träumen amerikanisch. Julius Rosenberg wächst in einer Familie jüdischer Immigranten in New York auf und möchte Elektroingenieur werden, seine Frau Ethel lernt er bei einem kommunistischen Jugendlager kennen. Die Rosenbergs, wie Billie Holiday Anfang des 20. Jahrhunderts geboren, träumen von einem besseren Leben – ohne Rassismus und Klassenschranken. 1953 werden die Rosenbergs wegen Atomspionage für die Sowjetunion hingerichtet. Der jüdische Lehrer und Songwriter Abel Meeropol nimmt ihre beiden Söhne auf. Bekannt ist er vor allem durch „Strange fruit“, das Lied, das Billie Holiday ein Leben lang begleiten wird.

Von Monika J. Walther und Vibeke Peusch
Aufnahme DKultur 2003

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