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„Stream, mit und ohne Video“ Von Jim Igor Kallenberg

Mit dem Entfallen von Präsenz-Konzerten während der Corona-Pandemie wurden gestreamte Konzerte fast zur Selbstverständlichkeit. Im zweiten Teil unserer Sendefolge „Lo-Fi und Hi-Res“ geht es um die Frage, wie Streaming und die damit verbundenen klanglichen und rezeptiven Bedingungen die neue Musik ästhetisch verändern.

Für die Neue Musik stellte sich diese Frage bereits vorher. Seit Jahren entstanden unterschiedliche künstlerische Ansätze, in denen Streaming zum Gegenstand künstlerischer Auseinandersetzung wird: Der Stream wird thematisch als Material oder Metapher, Formdynamik oder Distributionsmedium in Werken von Timothy McCormack, Jennifer Walshe, Anda Kryeziu, Johannes Winkler, Johannes Kreidler, Matthias Kranebitter und Rolf Riehm.



Timothy McCormack
your body is a volume (2016-17) für Streichquartett
JACK Quartet

Jennifer Walshe
Everything is Important (2016) für Streichquartett, Stimme, Film
Arditti Quartet, Jennifer Walshe

Anda Kryeziu
Infuse: Playtime (2021) für verstärktes Ensemble
ensemble recherche

Johannes Winkler
slide compositions (2020-21) für Instagram

Johannes Kreidler
Requiem (2016) für Video, Stimme, Zuspiel

Johannes Kreidler
Der „Weg der Verzweiflung“ (Hegel) ist der chromatische. (2011-12) für neun Instrumente, Audio- und Videoplayback
Nadar Ensemble, Daan Janssens, Cond

Matthias Kranebitter
3 nihilistische Etüden über eine Liebe der Musikindustrie (2013) für Klavier und Elektronik

Rolf Riehm
Archipel Remix (1999) für großes Orchester mit Samplingkeyboard
WDR Sinfonieorchester, Leitung Peter Rundel

Rolf Riehm
O Daddy für Orchester und Zuspielungen
SWR-Sinfonieorchester Freiburg/Baden-Baden, Leitung Kazimierz Kord

© WDR 3, Studio Neue Musik, 13.2.2022

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