„Streamen für den Kampf“ Spotifygründer investiert in Militärtechnik

Daniel Ek, Gründer des Streamingdienstes Spotify, gehört zu den reichsten Menschen der Welt. Jetzt investiert der Schwede in die Rüstungsindustrie. Von Julian Weber.

Alle kennen Spotify, und viele Menschen nutzen den schwedischen Streamingdienst. Ist ja auch bequem, Millionen von Songs auf der Festplatte, im Handy und im Kopfhörer zu haben. Darben müssen dagegen viele Künst­le­r:in­nen und Bands, die wegen intransparenter Tantiemen-Praktiken des Start-ups aus Stockholm nur Peanuts ausgezahlt bekommen, auch wenn ihre Songs tausendfach bei Spotify abgespielt werden.

Profitieren von Spotify tun nur die Superstars. Davon zeugen viele öde Playlists. Firmengründer Daniel Ek gehört inzwischen zu den Superreichen. Forbes taxiert sein Vermögen auf 4,8 Milliarden US-Dollar. Und jetzt expandiert der 38-Jährige: Wie das Handelsblatt kürzlich mitteilte, will Ek 100 Millionen Euro in die Münchner Deeptech-Firma Helsing stecken, die erst vor knapp einem Jahr gegründet wurde und 70 Mitarbeitende beschäftigt.



© TAZ, Kultur, Musik, 6.12.2021

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