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Studio Neue Musik: Der Manierismus in der Musik seit 1950

Von Torsten Möller. (WDR 3). Von György Ligeti über Claude Vivier bis Simon Steen-Andersen: Torsten Möller beschäftigt sich mit den faszinierenden Spielarten des Manierismus in der Musik des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts.

Allzu gekünstelt? Mehr Dekor als Substanz? Umstritten war der Manierismus schon in der Spätrenaissance, in deren Malerei und Plastik er seine Hochzeit erlebte. Nach 1950 allerdings, in der Zeit der strengen musikalischen Avantgarden, bekam er eine ganz neue Funktion: Als Ventil einer üppig wuchernden Fantasie, die kühne Konstruktionen mit raffiniertem Witz kurzzuschließen verstand.

© WDR 3, Studio Neue Musik, 8.2.2026

Brian Ferneyhough: Drittes Streichquartett | 4:17

Don Carlo Gesualdo da Venosa: Moro, lasso | 2:34

György Ligeti: L’escalier du diable | 4:40

Georg Friedrich Haas: Limited Approximations | 6:01

Claude Vivier: Siddharta | 5:42

Mauricio Kagel: Anagrama | 5:40

György Ligeti: Nonsense Madrigals | 3:30

Simon Steen-Andersen: Piano Concerto | 3:56

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