Der amerikanische Diplomat Henry Kissinger nannte den russischen Präsidenten Wladimir Putin einen "Charakter aus einem Dostojewski-Roman". Auch der Kreml bedient…
Schon als Kind hatte Barbara Honigmann den „jüdischen Tick“. Mit Fünfzehn geht sie auf dem jüdischen Friedhof von Berlin-Weissensee spazieren. In einer winzigen Hinterhof-Synagoge von Ostberlin erlebt sie ihren ersten Sederabend.
In den späten 1970er Jahren wird die Dramaturgin Teil des Dissidentenkreises um den ebenfalls jüdischen Sänger Wolf Biermann. Aber dann wird Barbara Honigmann das Leben in der DDR zu eng. 1984 verlässt sie die DDR, um sich der jüdisch-orthodoxen Gemeinde von Straßburg anzuschließen.
In ihrem ersten autobiographischen Buch Roman von einem Kinde von 1986 wird diese Auswanderung nach Frankreich und die Rückkehr zur jüdischen Tradition als doppelter „Todessprung“ beschrieben. Seither studiert Barbara Honigmann in Straßburg die Thora. Und kehrt in ihren autobiographischen Büchern täglich wieder in die deutsche Sprache zurück.
© Ö1, Tonspuren, 10.10.2021
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