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„Über die Liebe im Osten“ Paul und Paula wohnen nicht mehr hier

Wenn es auch keine Bananen gab, keine Reisefreiheit und echte Levis nur durch Westkontakte zu ergattern waren, eins gab es zu DDR-Zeiten immer und nicht nur für Parteimitglieder: Liebe. Von Hannelore Hippe.

Die tauchte in keinem Fünfjahresplan auf, war frei und umsonst, privat und nicht staatlich und nur dem Verfallsdatum des eigenen Herzens unterworfen. Die Heiratsquote war wie die Scheidungsrate enorm und noch wenige Monate nach der Maueröffnung gaben 83,6 Prozent der DDR-Bürger in einer Umfrage an, dass die Liebe das Wichtigste in ihrem Leben sei.

20 Jahre später heiratet Mann und Frau im Osten nun auch nicht mehr so heftig wie zu DDR-Zeiten und die Zahl der Singlehaushalte hat sich verdreifacht.

Hat sich in den Jahren seit der Wende auch die ewig alte Liebe gewandelt? Wie war das damals, als die kleine Liebesfestung am heimischen Herd noch ein kuscheliges Bollwerk gegen den ärgerlichen Staat sein konnte?




Paul und Paula wohnen nicht mehr hier
Über die Liebe im Osten
Von Hannelore Hippe

Regie: Heike Tauch
Es sprachen: Anja Herden, Philipp Schepmann und Edda Fischer
Ton und Technik: Hans-Martin Renz und Gaby Traichel
Redaktion: Hermann Theißen, Wolfgang Schiller
Produktion: Deutschlandfunk 2009

© Deutschlandfunk, Feature, 8.8.2023

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