UKJazznews Release Tipp: Brandon Seabrook – Hellbent Daydream / Pyroclastic Records
Von Kevin Whitlock. Ein Freund von mir bezeichnet den New Yorker Gitarristen und Banjospieler Brandon Seabrook als „den Einzelgänger unter den Einzelgängern“. Ich kann verstehen, warum. Seabrook tut regelmäßig das Unerwartete – und das auf unerwartete Weise. Aber er schafft auch überraschend zugängliche Musik und ist tief in der Jazzgeschichte und -tradition verwurzelt.
Für sein neues Album Hellbent Daydream wird Seabrooks aktuelles Trio aus dem Bassisten Henry Fraser und der Geigerin Erica Decker durch den gefeierten österreichischen Keyboarder Elias Stemeseder ergänzt, sodass aus einem Trio ohne Schlagzeuger ein Quartett ohne Schlagzeuger wird.
Selbst nach den Maßstäben von Seabrooks früheren Werken unvorhersehbar, ist Hellbent Daydream experimenteller Kammerjazz auf höchstem Niveau, voller völlig unerwarteter, himmlischer Wendungen. Und nein, man vermisst das Schlagzeug überhaupt nicht.