VerhoovensJazz Release Tipp: Andrew Carroll -Speaking of Gravity
Zwischen feinfühligem Anschlag und dezent pulsierender Rhythmik entfaltet Andrew Carroll auf Speaking of Gravity eine Musik, die Geschichten erzählt: von Liebe, Freundschaft und den Momenten des Innehaltens. Carroll zeigt, dass pianistische Tiefe und subtile Bewegung Hand in Hand gehen – ohne große Gesten, aber mit unüberhörbarer Intensität.
Sein Debüt gab Andrew Carroll 2019 mit Alliterations, einem in der Fachwelt positiv aufgenommenen Album, das ihn stilistisch zwischen Bill Evans und Ahmad Jamal verortete. Die Musik darauf ist ruhig, beinahe kammermusikalisch, von einer bemerkenswerten Zurückhaltung geprägt. Schon auf Stücken wie Flower Pedal zeichnete sich ab, dass Carroll einen weichen, federleichten Anschlag mit einer subtilen rhythmischen Vorwärtsbewegung verbinden kann.
© VerhoovensJazz, 10/2025