Musiktipps

VerhoovensJazz Release Tipp: David Bixler – incognito ergo sum

Incognito ergo sum heißt so viel wie ich bin unbekannt, also bin ich – der Sound von der Unsichtbarkeit, dem Außenvorsein, vom Leben am Rand und unter Verschluss. Wenn da nicht ein paar Leute wären, mit denen es ein Abkommen gibt, käme es einem Leben im Schatten der anderen gleich, in der Hochpaterre knarzt das Gebälk – wir sagen wir und haben nur Bilder davon – eine Lesart. 

Die andere ist vertröstend zwischen den Tönen: wenn wir zusammenspielen, dann nicht sosehr unter dem Vorzeichen unserer Bekanntheit, sondern im Sinn unserer Bekanntschaft, wir spielen um des Spieles willen und nicht um des augenscheinlichen Sichtbar- oder Hörbar werdens willen – so kann man es lesen, so wird es beschrieben im Vorwort zum Vorgänger Album Inside the Grief:

Da spielte die Operation an David Bixlers Sohn eine dominierende Rolle, die Unmöglichkeit der Begegnungen während Covid und gleich auch das gesellschaftliche Abdriften von der Vernunft hin zur affektiven Emotion als ein Leben auf der Rasierklinge, wieder die Frage: was willst du mir sagen warum, die Sinnfrage drückt, die Worte weichen, reden sich raus, finden Widerworte, von denen gibt es genug.

© VerhoovensJazz

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