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„Voll behindert“ Von inklusiven Clubs, queeren Behindertenparaden und Aktivismus von Julia Vorkefeld

Ein Wort wie ein Scharfbeil: be-hindert. Ein Makel, eine Herabsetzung. Mit der viele Betroffene nicht mehr leben wollen. Julia Vorkefeld hat ein halbes Jahr lang mit Behinderten zusammengearbeitet.

Was sie entdeckt hat, ist ein radikaler Pool von Körpern, Geschlechtern und Verrückten, der unsere vermeintlich humanistische Kuschel-Komfortzone in Bewegung hält. Was ist Inklusion? Welche Narrative der Behinderung werden in Dauerschleife wiederholt? Warum ist Behinderung intersektional? Dieses Feature erzählt die Geschichte einer sozialen Bewegung, die nicht aufhört für das Recht auf Selbstbestimmung zu kämpfen. Und die ab und zu es für gerechtfertigt hält, der normativen Gesellschaft den Stinkefinger zu zeigen.

Die Autorin erkundet die Gegenwart und Vergangenheit der Behindertenbewegung, die seit den 1960er Jahren politisch aktiv ist. Mit Geduld und Anleihen an sowohl die feministische Gesundheitsbewegung als auch die queere Bewegung verschaffen sich Behinderte Gehör. Sie kämpfen für ihre Menschenrechte. Die Behinderten-Kultur ist ohne Aktivismus nicht zu denken und ist ein agiles Netzwerk aus Betroffenen und Unterstützern. Eine Szene, die politische und kulturelle Diskurse vereint, anregt und hinterfragt.

© Bayern2, Nachtstudio, 9.2.2021

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