Wie viel Streaming-Geld wirklich bei Musikern ankommt. Von Christian Meier.
Ein Musikstreaming-Abo kostet rund zehn Euro im Monat. Dafür gibt es ziemlich viel Musik. Doch wie die Einnahmen von den Plattformen verteilt werden, ist den meisten Hörern vermutlich kaum bekannt. Eine neue Studie nennt Zahlen – und bringt Licht ins Dunkel.
Musikstreamer, allen voran Spotify, haben unseren Musikkonsum grundlegend verändert. Die Möglichkeit, rund 90 Millionen Songs auf Abruf auch unterwegs hören zu können, bietet dem einzelnen Verbraucher eine ungeahnte Freiheit. Gleichzeitig haben die Streamingdienste die Musikindustrie umgekrempelt. Der Anteil des in der deutschen Musikindustrie durch Streaming erwirtschafteten Umsatzes könnte im Jahr 2024 bei über zwei Milliarden Euro liegen – was laut Prognosen einem Anteil am Gesamtumsatz von geschätzt 84 Prozent des Gesamtumsatzes entspräche. Streaming wird also seine Rolle als dominierende Einnahmequelle ausbauen.
Verständlich also, dass es um die Aufteilung der Einnahmen zunehmende Verteilungskämpfe geben wird. Das Abonnement eines Streamers kostet rund 10 Euro im Monat, die wichtigsten Anbieter sind neben Spotify die Plattformen von Amazon Music, Apple Music und Deezer. Was von diesen 10 Euro bei den Plattformen verbleibt und welcher Anteil verteilt wird, ist natürlich von fundamentaler Bedeutung für das Funktionieren des Musikmarkts.
© Welt, Medien, 5.9.2022