Musiktipps

»Wir sind nicht allein« Robert Wyatt, der größte unter den kommunistischen Popmusikern, wird 80

Von Stefan Ripplinger (Junge Welt). Im Londoner Nachtclub UFO (sprich »you foe«: »du Feind«) spielen um 1967 zwei Hausbands. Die erste hat sich nach legendären Bluesmusikern (Pink Anderson und Floyd Council), die zweite nach einem Roman von William S. Burroughs benannt: Pink Floyd und Soft Machine.

Bereits Anfang der Siebziger wird Pink Floyd der Erfolg und Soft Machine der Ernst zum Verhängnis. Aber ganz zu Beginn verschmelzen beide Bands versponnene Nonsensliedchen mit heftigem Lärm. Diesen Stil verdanken sie zwei Einzelgängern der Popmusik: Syd Barrett und Robert Wyatt.

Barrett muss dem Erfolg, Wyatt dem Ernst weichen. Es ist, als ob es für diese begnadeten Kinder keinen Platz in einem rasch erwachsen gewordenen Geschäft gäbe. In alter Freundschaft spielt Wyatt auf Barretts Soloalbum »The Madcap Laughs« (1970) Schlagzeug. 

© Junge Welt, Feuilleton, 28.1.2025

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