„Wir sind so etwas wie die kaputten Post-Punk-Beatles“ Die Band „Trupa Trupa“ aus Polen

Die polnische Band Trupa Trupa kommt auf Deutschland-Tour und verströmt in ihrer Musik eine rastlose Energie, die an das kompromisslose Punk-Ethos von Fugazi erinnert. Ein Gespräch mit dem Sänger Grzegorz Kwiatkowski über seine Gedichte, seine Musik und den Pessimismus in der Welt. Von Artur Weigand.

Trupa Trupa sind eine Art-Rock-Band aus Gdansk/Danzig. Die vierköpfige Gruppe, die Elemente aus Post-Hardcore, No Wave und Psychedelia vereint, verströmt in ihrer Musik eine rastlose Energie, die an das kompromisslose Punk-Ethos von Fugazi erinnert. Die Band um den Dichter Grzegorz Kwiatkowski verwebt absurde Texte mit verflüssigenden Gitarrenriffs, kantigen Basslinien und prägnantem Schlagzeug. Wiederholungen spielen eine Schlüsselrolle in ihrer Arbeit, wie ihr verspielter Bandname zeigt, der grob übersetzt eine Truppe von Leichen bedeutet. Kurz von der Deutschland-Tour haben wir uns mit dem Dichter Grzegorz Kwiatkowski über Zoom verabredet, um über seine Gedichte, seine Musik und den Pessimismus in der Welt zu sprechen.

WELT: Sie sind Dichter und Musiker und kommen aus der Stadt Danzig, dem Geburtsort der Solidarnost-Bewegung. Sie schreiben in ihre kleinen poetischen Werke kleine Geschichten auf. Ist diese Band Ihr eigenes Projekt?

Kwiatkowski: Es ist kein Projekt eines Schriftstellers. Es ist eine Band. Wir haben eine demokratische Struktur. Wir haben keinen Anführer. Kein Leadsänger. Alles, was wir schreiben und komponieren, stimmen wir miteinander ab.




© Welt, Kultur, 15.9.2022


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