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Wumms im Kreißsaal oder Sophie Hungers »Walzer für Niemand«

Von Holger Heiland (JungleWorld). »Walzer für Niemand«, der Debütroman der Schweizer Musikerin Sophie Hunger, wirkt wie eine lange Improvisation über ihren gleichnamigen Song von 2010.

»Walzer für Niemand«, der Debütroman der Schweizer Musikerin Sophie Hunger, beginnt mit der Erinnerung an einen Klang. Es ist das »kränkende Geräusch«, das die Geburtszange verursacht haben soll, als sie aus dem Mutterleib geborgen wird, um anschließend wie ein »nasser, gelber Fisch« allein auf dem Wickeltisch zu liegen. Von diesem Erschrecken der 1983 in Bern geborenen Hunger bis zum Moment der Erinnerung daran nach einem Konzert im Pariser »Bataclan« 2007, das ihren Durchbruch markiert, spannt die Erzählerin den Bogen.

Sophie Hunger: Walzer für Niemand. Kiepen­heuer & Witsch, Köln 2025, 192 Seiten, 22 Euro

© JungleWorld, Dschungel, 15.5.2025

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