„Zeichnungen und Schreiben“ Das hr-Sinfonieorchester bei den Darmstädter Ferienkursen (3)

Darmstadt – seit Jahrzehnten ist der Name der hessischen Wissenschaftsstadt ein – für andere sogar das – Synonym für die musikalische Avantgarde, die geschätzt und geliebt, mithin aber auch spöttisch belacht und verachtet wird. Mit Stefan Fricke.

Von Anfang an waren sie Partner: der Hessische Rundfunk (bis 1948 Radio Frankfurt) und die 1946 gegründeten Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt. Bis heute und weltweit eine der bedeutendsten Institutionen für avancierte Musik. So manche Veranstaltung wäre ohne das Mitwirken des hr in den hessischen Neue-Musik-Sommern – bis 1970 fanden die Ferienkurse jährlich statt, seither biennal – nicht möglich gewesen. Und umgekehrt hätte der hr einige gewichtige Impulse nicht in den Äther schicken können, wenn Darmstadt sie nicht initiiert hätte. Oft kam das hr-Sinfonieorchester nach Darmstadt, etwa ins Staatstheater, in die Sporthalle am Böllenfalltor oder in die Lichtenbergschule und sorgte für großformatige Konzerte. Gelegentlich gastierten die Ferienkurse auch beim hr in Frankfurt. Eine traditionsreiche Allianz – mit vielen imposanten Konzerten und außergewöhnlichen Kompositionen.



Elliott Sharp (* 1951): „Calling“ (2002) für Orchester
hr-Sinfonieorchester
Dirigent: Peter Rundel
(Aufnahme: 5. Juli 2002, Sporthalle am Böllenfalltor, Darmstadt)

Helmut Lachenmann (* 1935): „Schreiben“ (2003/04) für Orchester
hr-Sinfonieorchester
Dirigent: Hugh Wolff
(Aufnahme: 21. August 2004, Sporthalle am Böllenfalltor, Darmstadt)

Isabel Mundry (* 1963): „Zeichnungen“ (2003/04) für Streichquartett und Orchester
Arditti Quartet
hr-Sinfonieorchester
Dirigent: Lucas Vis
(Aufnahme: 5. Juli 2008, Staatstheater Darmstadt)

Bernhard Gander (* 1969): „Bloodbeat“ (2015/16) für Orchester
hr-Sinfonieorchester
Dirigent: Lucas Vis
(Aufnahme: 13. August 2016, hr-Sendesaal Frankfurt am Main)

© HR 2, Konzertsaal. 23.9.2021

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