ZeitOnline: Gender und Musik „Es produzieren noch mehr Männer Musik mit anderen Männern“

Eine Studie zeichnet ein verheerendes Bild zur Gendergerechtigkeit in der deutschen Musikwirtschaft. Quoten könnten helfen – nicht nur Frauen, sondern auch der Industrie. Von Kristoffer Cornils.

„Wem gehört die Welt?“, fragte Beyoncé vor über zehn Jahren in ihrem Song Run The World (Girls) und setzte die Antwort gleich in Klammern. Zumindest für ihre Welt. Das jüngste Album der Künstlerin ist eines der meistgestreamten des Jahres und steht damit in einer Reihe jüngerer Erfolgsgeschichten prominenter Musikerinnen. Adele, die Newcomerinnen Olivia Rodrigo und Gayle und sogar Kate Bush dominierten in den vergangenen Monaten die Popdebatten und Charts, in Deutschland meldeten unter anderem Domiziana und Nina Chuba Sommerhitambitionen an. Schon die Tatsache, dass den beiden Letztgenannten hierzulande die Poleposition der Charts von einer anderen Frau namens Layla streitig gemacht wurde, weist jedoch darauf hin, dass der schöne Schein trügt.




© ZeitOnline, Kultur, Musik, 16.9.2022

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