1968 – Musik als Protest

Für die Bundesrepublik ist 1968 eine magische Zahl. Es war das Jahr, als die Jugendrevolte ihren Siedepunkt erreichte. Studenten-Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg, brennende Barrikaden und Straßenschlachten wühlten Westdeutschland auf.

Von Christoph Wagner

Unter der Oberfläche der politischen Fieberausschläge rumorte es in der Alltagskultur. Tiefgreifende Umwälzungen ergriffen die junge Generation, die mit langen Haaren und vergammelten Klamotten, Drogen und sexuellen Lockerungen die Elterngeneration herausforderte. Ausdruck dafür war die Rockmusik. In kreischenden Gitarrensounds und harten Rhythmen brach sich ein neues Lebensgefühl Bahn. Rockkonzerte und Popfestivals wurden zu Pilgerstädten der Subkultur, aber auch zu Orten des Protests, wo sich die junge Generation gegen die Vermarktung ihrer Ideale wehrte. Die Forderung nach „Free Concerts“ wurde laut, wobei es regelmäßig zum Sturm auf Konzerthallen kam, ob bei den Rolling Stones in Stuttgart, bei Colosseum in Heidelberg oder bei U.F.O. in Tübingen.

 

 

Manuskript PDF

© SWR 2, Musikpassagen, 18.4.2018

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