Ein alternder Schauspieler weigert sich nach dem Ende der Vorstellung, die Bühne zu verlassen. Der Mann von der Security, der…
Aus den Namen der Blumen, die auf der Rampe wachsen, aus Kinderreimen, Lesebuchzitaten und aus Tagebuchnotizen des Auschwitz-Kommandanten Höss ist ein Sprachspiel entstanden.
Es will nicht erklären, was nie zu klären sein wird; es will nichts erledigen, was sich nie wird erledigen lassen. Sondern es will ins sprachliche Bewusstsein und damit in die Gegenwart rücken, was geschehen ist: sprachlich vorbereiteter und planmäßig vollzogener Mord an wehrlosen Menschen. Die Sprache enthüllt in diesem Spiel die ihr innewohnende Dynamik, Wirklichkeit zu werden.
„Ein Blumenstück“ Hörspiel von Ludwig Harig
Komposition: Wolfgang Wölfer
Regie: Hans Bernd Müller
Mit Günther Sauer, Joachim Nottke, Charles Wirths
Ensemble: Zürcher Kammersprechchor und das Kinderfunkensemble Christa Frischkorn
Produktion: SR/HR/SDR/SWF 1968
Hörspielmagazin Extra:
„Ludwig, sei nicht so narrativ!“ [AUDIO] – Ludwig Harig als Hörspielmacher.
Von Jochen Meißner
© Deutschlandfunk, Hörspiel, 14.4.2018
