Nachhören

„Abgetaucht“ Die Kultur der Immersion

Immersion bedeutet Eintauchen und Versinken und ist eines der Schlüsselwörter des späten 20. Jahrhunderts.

Von Olaf Karnik und Volker Zander

Bass-Sounds sind immersiv, Echos sind es und Lärm sowieso. Ab einer gewissen Lautstärke und Intensität sind musikalische Kategorien egal. Dann sind es nur noch Schwingungen, die jede Zelle durchdringen.

20 Jahre später hat sich das Prinzip der Immersion auf viele andere kulturelle Bereiche ausgeweitet. Computerspiele suggerieren ein hyperreales Dabeisein. Aber auch traditionelle Medien und Institutionen setzen verstärkt auf Immersion: Mehrbändige Schmöker und mehrstaffelige TV-Serien zielen darauf ab, Konsumenten wochenlang an ihre Materie zu binden; Erlebnismuseen rekonstruieren detailgenau historische Epochen, in die man als Besucher eintauchen soll. Um Reflexion oder Analyse geht es da kaum, sondern um Einbindung aller Sinne und des ganzen Körpers.

Wo immer häufiger auf immersive Strategien gesetzt wird, stellt sich die Frage nach ihren Auswirkungen auf Kultur, Bildung und Gesellschaft.

Manuskript

© SWR 2, Feature, 29.1.2017

(Visited 20 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.