Improvisation – eine Qualität des Lebens (4) „Evolution“
Improvisation, das zeigen die bisherigen Folgen dieser Reihe, geht weit über Jazz und Musik hinaus; große Teile des Alltags sind erfüllt davon. Der amerikanische Musiker und Biologe Aaron Berkowitz sagt sogar: „Die Fähigkeit zu improvisieren, scheint zu funktionieren bis hinunter auf die Ebene der Zellen und Moleküle.“
Von Michael Rüsenberg
Die Verhaltensbiologin Constance Scharff widerspricht: „Wenn Darwin unser Gespräch führen könnte, würde er sagen: Improvisation ist eine Frage der Begrifflichkeit, er würde Variation vorziehen.“ Denn: „Improvisation im biologischen Sinne braucht einen Handelnden – Variation nicht.“ Scharff trennt deutlich zwischen Improvisation und Variation und Zufall. Sie zieht Grenzen zwischen dem, was noch als Improvisation bezeichnet werden kann und was nicht. Die „musikalischen“ Fähigkeiten mancher Tiere aber gehören dazu, insbesondere die der Buckelwale. Der Philosoph und Musiker David Rothenberg hat mit ihnen improvisiert, es waren unter allen, die er mit Tieren geführt hat, „die besten Dialoge“.
© SWR 2, NOWJazz, 18.5.2017
Lennon/McCartney:
Black Bird/CD:Live At The Blue Note
Dave Valentin
Lennon/McCartney:
Black Bird/CD: Held
Jason Rebello
Lennon/McCartney:
Black Bird/CD: 10 Years Solo Live
Brad Mehldau
Lennon/McCartney:
Black Bird/CD: Front Room Songs
Florian Ross
Albert Mangelsdorff:
Meise vorm Fenster/CD: The United Jazz & Rock Ensemble Plays Albert Mangelsdorff
United Jazz & Rock Ensemble
Rothenberg/Erel:
Hasenheide Night Circus/CD: Berliln Bülbül
David Rothenberg/Korhan Erel
Sherwin:
A Nightingale Sang In Berkeley Square/CD: Project X
Uli Rennert