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Klima-Zonen (1): „Wie aber Liebes?“ Hölderlin und der Klimawandel. Von Jan Snela

Sah Hölderlin den Klimawandel voraus? Warum brennt bei ihm der Himmel? Wieso erscheint die Natur als Fremdes – etwas für das uns die Worte fehlen?

Aber können wir die Welt vor uns retten, wenn wir nicht wissen, wie wir das Gebirge, die Blumen und den Himmel anreden müssen? Was bleibt, das retten die Dichter?

Hölderlin wirkt, das vermag die große Bewunderung nicht zu übertönen, fremd im 3. Jahrtausend. Warum uns Hölderlin gerade jetzt, in „zaudernder Weile“, näher sein müsste denn je, und warum es dafür – in womöglich aber auch produktiver Weise? – leider doch schon zu spät sein könnte. Von diesen Fragen lässt sich der Schriftsteller Jan Snela in seinem der Poesie gewidmeten Essay leiten. Sein Text ist ein close reading des großen, des letzten Gedichts „Mnemosyne“ – der für ihn das titanenhafte Grollen des Klimawandels ankündigt. Und es lässt Hölderlin Worte der Liebe finden – in den wenigen Zeilen, die Twitter uns dafür lässt.



© Bayern2, Nachtstudio, 6.9.2022

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