„Wandering Lake – an atomic opera“
Von Echo Ho und Ulrike Janssen. Der ausgetrocknete Salzsee „Lop Nor“ wurde von der chinesischen Zentralregierung in den 1950er Jahren zum Testgebiet für Atomwaffen erklärt. Echo Ho und Ulrike Janssen komponieren ein Hörstück über einen weitgehend vergessenen Ort.
Auf Satellitenbildern erinnert das ausgetrocknete Seebett an eine übergroße Ohrmuschel. Der „See, in den viele Quellen zusammenströmen“, so sein mongolischer Name, liegt heute in Xinjiang, einem autonomen Gebiet im Nordwesten Chinas.
1964 machte die chinesische Zentralregierung nördlich des Seebeckens erste Atomwaffentests. Der nukleare Fallout breitete sich aus wie Schallwellen.
Echo Ho und Ulrike Janssen folgen in ihrem Hörstück den Phasen einer Atomexplosion. Dabei erzählen die Künstlerinnen von den Mythen und Relikten zahlreicher Zivilisationen, die einst am Ufer des Sees lebten.
Dieses Projekt entstand mit der Unterstützung der Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen.
Wandering Lake – an atomic opera
Von Echo Ho und Ulrike Janssen
Stimme: Melanie Lüninghöner, Bettina Wenzel, Daniel Werner
Sonifikation: Alberto de Campo
Ton: Mount Wobble Studio / Marcus Zilz
Eine Autorinnenproduktion für WDR und Deutschlandfunk Kultur 2021
Eine Wiederholung vom 26.11.2021
© Deutschlandfunk Klangkunst, 2.1.2022