The Jesus and Mary Chain kommen mit neuem Album zum Donaufestival
Das schottische Brüderpaar Jim und William Reid zeigt auf dem neuen Album „Glasgow Eye“, dass die Beach Boys und ein Hörsturz noch immer gut zusammengehen. Von Christian Schachinger.
1985 konnte man als DJ beim Auflegen dieser Platte ab Mitternacht tatsächlich noch Raufhändel provozieren. Wenn die dramatisch verzerrten Gitarren rückkoppeln und im Feedback kreischen, kann schon einmal eines passieren: Die Leute werden bei entsprechenden anderen Pegeln als der Lautstärke intus ein wenig fuchtig. Das besagte Album nennt sich Psychocandy und stammt von der ein Jahr zuvor 1984 in Glasgow gegründeten Band The Jesus and Mary Chain. Die heute im Pensionsalter befindlichen, ewig zerstrittenen Brüder Jim (Gesang) und William (Gitarre) Reid gaben nicht nur die prototypische Vorlage zum späteren Bruderzwist im Hause Oasis.
© Der Standard, Kultur, 21.3.2024