The Wire-Invisible Jukebox Mix: Lydia Lunch
Jeden Monat spielen wir in der Zeitschrift einem Künstler oder einer Gruppe eine Reihe von Titeln vor, die sie kommentieren sollen – ohne vorher zu wissen, worum es geht. In The Wire 493 ist die Schriftstellerin, Sängerin, Performerin und Rundfunksprecherin Lydia Lunch an der Reihe.
Hier können Sie sich eine Auswahl der Stücke anhören, die unsere Korrespondentin Claire Biddles Lydia während des Interviews vorgespielt hat. Das vollständige Interview ist in The Wire 493 veröffentlicht. Um zu erfahren, was Lydia dazu gesagt hat, können Abonnenten das Interview hier in unserer Online-Magazinbibliothek lesen. Oder Sie können ein Exemplar des Magazins in unserem Online-Shop kaufen.
Doch zunächst eine kurze Biografie unserer Protagonistin:
Lydia Lunch wurde 1959 in Rochester, New York, geboren und zog als Teenager nach New York City, wo sie mit ihrer Band Teenage Jesus And The Jerks schnell zu einer Schlüsselfigur der No-Wave-Szene in Downtown wurde. Ihr Debüt-Soloalbum Queen Of Siam wurde 1980 veröffentlicht, gefolgt von Dutzenden weiterer Solo- und Gemeinschaftsprojekte, zuletzt mit den Noise-Rock-Bands Retrovirus und Big Sexy Noise.
Als häufige Kollaborateurin hat Lunch mit Underground-Künstlern wie Rowland S. Howard, Eugene S. Robinson und Sonic Youth aufgenommen und ist mit ihnen aufgetreten. Sie hat in Experimentalfilmen von Regisseuren wie Richard Kern, Vivienne Dick und Beth B mitgewirkt, deren Dokumentarfilm Lydia Lunch: The War Is Never Over 2019 veröffentlicht wurde. Und im vergangenen Jahr zeigten Lunch und Jasmine Hirst ihren Dokumentarfilm Artists: Depression, Anxiety & Rage. Sie ist eine produktive Dichterin und Spoken-Word-Künstlerin und hat über zehn Bücher mit Memoiren, Gedichten, Fotografien und Rezepten veröffentlicht, zuletzt 2019 die Essay- und Gedichtsammlung So Real It Hurts.
Lunch arbeitet derzeit an einem Projekt mit dem französischen Musiker Marc Hurtado, bei dem sie die Lieder von Alan Vega und Suicide aufführt. Sie moderiert auch den wöchentlichen Podcast The Lydian Spin mit ihrem langjährigen musikalischen Partner Tim Dahl, in dem sie Gespräche mit etablierten und aufstrebenden Künstlern, Musikern und Schriftstellern aus der Gegenkultur führt.
Darüber hinaus ist Lunch einer der wenigen Künstler, die zweimal in der „Invisible Jukebox“ zu hören waren, da er bereits im August 1993 von Hopey Glass in The Wire 114 getestet wurde. Abonnenten können dieses Interview auch in unserer Online-Magazinbibliothek lesen. © Alle Texte: The Wire
Lydia Lunch’s Invisible Jukebox playlist
Buñuel
“High. Speed. Chase.”
From Mansuetude
(Overdrive/Skin Graft)
Étant Donnés
“Construction”
From Le Paradis Blanc
(WARM)
Alan Vega
“Nike Soldier”
From Mutator
(Sacred Bones)
These Immortal Souls
“Marry Me (Lie! Lie!)”
From Get Lost (Don’t Lie!)
(SST/Mute)
Tongue In The Mind
“Pretty Canary”
From Tongue In The Mind
(Pan)
Meredith Monk
“Sigh”
From Our Lady Of Late
(Minona)
Diamanda Galás
“Pardon Me, I’ve Got Someone To Kill (Live)”
From Diamanda Galás In Concert
(Intravenal Sound Operations)
Jayne Cortez
“For The Brave Young Students In Soweto”
From Unsubmissive Blues
(Bola Press)
Tina Kit
“Brass Nut”
From The Brass Nut
(Haptic Exit)