Radiotipps

Die Radiotipps für den 16.2.2025

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


0:05 Uhr Ö1 Jazznacht

CD-News + I Am Three + Miles Davis
Silke Eberhard & I Am Three beim Jazzfestival Leibnitz 2024
Miles Davis‘ Livealben „Agharta“ und „Pangea“


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

Werke von Georg Katzer
„Schlagmusik 2“ (1988) für 5 Schlagzeuger Leipziger Schlagzeugensemble
„La Mettrie II oder Anmerkungen zum Pflanzenmenschen“ (1987) für Bläserquintett und Klavier
Bernd Casper, Klavier; Bläservereinigung Berlin
„Sound House“ (1979) nach einer Vision von Francis Bacon
Felix Friedrich, Orgel
Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz; Leitung: Dieter-Gerhardt Worm


13:30 Uhr Deutschlandfunk Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person: Die Verlegerin und Schriftstellerin Nikola Richter im Gespräch mit Marietta Schwarz
Sie schreibt, sie lehrt, sie kuratiert: Nikola Richter treibt die Suche nach neuen Formen und Formaten an, die digitale Gegenwart und Zukunft. 2013 gründete sie den Verlag Mikrotext, in dem u.a. auch Dinçer Güçyeters Roman „Unser Deutschlandmärchen“ erschien.


14:00 Uhr radio 2 Claudio Abbado

„Der Zauberlehrling“ Abbados Verhältnis zu Karajan, Bernstein und Carlos Kleiber
Um zwischen den Monstern und Genies seiner Zunft nicht zerrieben zu werden, dürfte es für den scheuen Claudio Abbado besonderer Tricks bedurft haben. Das funktionierte gut. Nur wie? Gute Taktik? Oder unkorrumpierbare künstlerische Selbstständigkeit? In dieser Folge schrecken wir vor keinem indiskreten Vergleich zurück.


14:00 Uhr HR 2 Hörspiel

„10 Atemzüge“ – Folge 9 & 10 10-teilige Hörspiel-Serie mit Altine Emini und Oliver Kraushaar
Ein Stadthaus, vier Etagen und vier Frauen, bei denen die Libido und das Bedürfnis nach Sex in ihren ganz unterschiedlichen Lebensphasen mächtig an die Tür klopft.


14:04 Uhr SWR Kultur Feature

OZ. Graffiti-Künstler. Schmierfink. Rebell (2/2)
Von Kai Sieverding und Sven Stillich (Produktion: SWR / NDR / ARD Kultur 2025)


15:04 Uhr WDR 3 Kulturfeature

„Verwundungen – Die Schriftstellerin Rachel Cusk“ Von Thomas David
Seit Erscheinen ihrer gefeierten „Outline“-Trilogie gilt Rachel Cusk als eine der innovativsten Schriftstellerinnen weltweit. Auch in ihrem jüngsten Buch „Parade“ zeigt sie, was ein Roman im 21. Jahrhundert leisten kann.


15:05 Uhr Deutschlandfunk Rock et cetera

„Musikalisches Wimmelbild zwischen Köfte und Minztee“ Die Berliner Musikerin Albertine Sarges
Von Anke Behlert

Mit ihrem Vater hatte Albertine Sarges ein Begrüßungsritual: eine Art Call and Response-Jodeln. Allerdings ist die 37-Jährige nicht in Alpen aufgewachsen, sondern in Berlin-Kreuzberg. Geprägt von der Jodelbegrüßung, dem gemeinsamen Singen am Küchentisch und vielen anderen musikalischen Aktivitäten in ihrem Elternhaus, lernte Sarges als Kind Klavier spielen, schrieb als Jugendliche erste Songs und trat schon im Alter von 15 Jahren vor Publikum auf. Bevor sie 2021 ihr erstes Album „The Sticky Fingers“ als Solokünstlerin herausbrachte, war sie mehrere Jahre als Live- und Studiomusikerin in den Bands von u.a. Kat Frankie, Stella Sommer oder Tristan Brusch aktiv. Ihre eigene Musik bewegt sich zwischen experimentellem Pop, post-punkigen Momenten und verträumten bis rauen Gitarren. Im Januar ist ihr zweites Album „Girl Missing“ erschienen.


17:00 Uhr HR 2 Menschen und ihre Musik

„Musik muss echt, ehrlich und ungefiltert sein“ – die Schlagzeugerin Vanessa Porter
Menschen wie sie scheinen riesige Ohren zu haben. Ein Klang, ein Geräusch, ein Rhythmus – das, was ihr täglich begegnet, fängt Vanessa Porter ein, um es später auf ihren Instrumenten wiederzugeben.


18:00 Uhr HR 2 Feature

„Jetzt wandert das Mondlicht an der rechten Seite des Zimmers entlang“. Von Jürgen Roth
Porträt des Dichters Ror Wolf. Ror Wolf war einer der bedeutendsten lebenden Dichter deutscher Sprache, ein Romancier, Lyriker, Avantgardist und Hörspielautor, dessen Fußballcollagen legendär sind. Vor fünf Jahren, am 17. Februar 2020, ist er gestorben.


18:20 Uhr SWR Kultur Hörspiel

„Wer hat Bambi getötet?“ Von Monika Fagerholm
Aus dem Schwedischen von Antje Rávik Strubel
Hörspielbearbeitung und Regie: Ulrich Lampen (Produktion: SWR 2023)

Sie sind Kinder wohlhabender Eltern, wachsen in großen Villen am See auf, in einer Vorstadtidylle Helsinkis. Eine Gruppe Teenager erlebt einen unbeschwerten Sommer und die Irrungen und Wirrungen des Erwachsenwerdens. Bis zu jener Party, auf der das Mädchen Sascha im Keller eingeschlossen, stundenlang gequält und vergewaltigt wird. Vom Gastgeber Nathan, dessen Freund Gusten und zwei weiteren Jungs. Und auch wenn Schweigegeld gezahlt und Geständnisse abgelegt werden, kann nichts mehr heil werden, weil es keine Sprache gibt für das, was geschehen ist.


18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel

„Kein Fluss“ Nach dem gleichnamigen Roman von Selva Almada
Bearbeitung und Regie: Ulrich Lampen
Übersetzung aus dem Spanischen: Christian Hansen
Komposition: Steffen Schleiermacher SWR 2024
Eine dunkle, bilderreiche Geschichte aus dem Landesinneren Argentiniens: Das Leben ihrer Bewohner ist geprägt vom Patriarchat und archaischen Traditionen. Drei Männer fahren in der argentinischen Provinz zum Angeln und geraten mit den Bewohnern des benachbarten Ortes beim abendlichen Tanzfest in einen Streit, der fast tödlich endet. Warum? Männersachen? Frauengeschichten? Viel mehr verbirgt sich dahinter, und auch deshalb ist das dunkle Wasser nicht nur ein Fluss, aus dem riesige Rochen gefischt werden und in dem Männer verschwinden. Die Argentinierin Selva Almada erzählt in Rückblenden eine wilde Geschichte, in der vieles mitgeteilt und vielsagend verschwiegen wird.


19:00 Uhr HR 2 hr-Bigband

Konzerte und Produktionen u.a. mit:
Musica Argentina para Bigband || hr-Bigband cond. by Gabriel Perez, Instituto Cervantes, Frankfurt, September 2009


19:17 Uhr SWR Kultur Big Time Jazz

Toshiko Akiyoshi:
Drum conference (3rd movement)
Repose
Harlequin’s tear
Kogun
Lady Liberty
SWR Big Band, Toshiko Akiyoshi (Leitung, Piano)


19:45 Uhr Ö1 Konzert

Bernhard Lang beim Carinthischen Sommer 2024
Bernhard Langs „Interzone: GAME 11-4-9 für Sopran, Ensemble und Elektronik“ aus seiner „GAME“-Serie erforscht die Möglichkeit des Spiels und Spielens mit musikalischen Strukturen. Das Platypus Ensemble und der Carinthischen Sommers hatten die Komposition in Auftrag gegeben. Das rund einstündige Stück ist in „Runden“ organisiert: Die Spieler:innen wählen, einem Kartenspiel gleich, jeweils ihr „Blatt“ und folgen dabei Spielregeln, die die Spielleitung immer neu vorgeben und den Verlauf einzelner Spielrunden bestimmen. „Interzone“ wurde am 11. Juli 2024 in Villach im Rahmen des Carinthischen Sommers vom Platypus Ensemble unter der Leitung von Jaime Wolfson, mit der Sopranistin Kaoko Amano unter der Klangregie von Christina Bauer uraufgeführt. Das Libretto von Alex Wermer-Colan basiert auf Ausschnitten von William S. Burroughs‘ „Naked Lunch“.


20:00 Uhr ByteFM Neuland mit Henning Tudor-Kasbohm

Late To Love
„Late To Love“ heißt ein Song auf Geoffrey O’Connors Album „I Love What We Do“, das alle möglichen Aspekte von Liebe und Selbstfürsorge durchleuchtet. Liebe und Fürsorge sind auch die großen Themen unseres amtierenden Albums der Woche „Share Your Care“ von Helen Ganya. 3 South & Banana aus Frankreich liefert auf der LP „Tempérance“ schöne Pop-Miniaturen, John Glacier erschafft auf „Like A Ribbon“ ihre ganz eigene Welt mit abseitigen Sounds, ungewöhnlicher Produktion und Spoken-Word-Vocals.


20:00 Uhr radio 3 Konzert

Ultraschall Berlin – Festival für neue Musik 2025 Teil 2. Mit Andreas Göbel
Ultraschall Berlin präsentierte auch in diesem Jahr vom 15. bis zum 19. Januar Uraufführungen, Deutsche Erstaufführungen und Werke der jüngsten Vergangenheit ebenso wie Klassiker der Avantgarde – das Heterogene, das irisierend Vielfarbige der Neuen Musik. Frei von Aktualitäts- und Uraufführungszwängen ließ das Festival wesentliche Entwicklungen, die die Musik der Gegenwart prägen, aufscheinen und warf einen Blick auf die jüngere Vergangenheit, um ausgewählte Werke in einem veränderten Kontext neu zu beleuchten. An drei Abenden präsentieren wir auf radio3 die Konzerte von Ultraschall Berlin. Teil 3 am 23. Februar.


20:00 Uhr HR 2 Konzertsaal

Kasseler Musiktage – Simon Höfele und Vanessa Porter
Simon Höfele, Trompete + Vanessa Porter, Schlagzeug

André Jolivet: Heptade
Miroslav Srnka: Milky Way
Georges Aperghis: Le corps à corps
Matthias Pintscher: Shining Forth
Brett Dean: …the scene of the crime…
(Aufnahme vom 27. Oktober 2024 aus dem Hallenbad Ost)
Mit vermeintlich lauten Instrumenten auch leise Klänge zu erzeugen: Diese Liebe teilen der Trompeter Simon Höfele und die Perkussionistin Vanessa Porter. In ihrer ersten Zusammenarbeit, die sie eigens für die Kasseler Musiktage entwickelt haben, ermuntern sie das Publikum dazu, auch einmal ganz genau hinzuhören.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

„Isarphilharmonie München“
Louise Farrenc: Ouvertüre Nr. 2 Es-Dur
Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64
Peter I. Tschaikowsky: Symphonie Nr. 5 e-Moll op. 64
Clara-Jumi Kang, Violine;
Münchner Philharmoniker
Leitung: Lahav Shani
Aufzeichnung vom 29.01.2025


20:03 Uhr Bayern 2 Radiofeature

„Der Alpen-Kollaps“ Doku über Olympia 2026 in den Dolomiten. Von Georg Bayerle
Die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 sollten nachhaltig werden, doch schon jetzt zeigt sich, dass ein Desaster für die Dolomiten droht. Neue Kunstschneeanlagen werden aufgestellt und Straßen ausgebaut. In Cortina tobt 2024 die Debatte um den Neubau einer Bobbahn. Fünf Milliarden Euro könnten für die Olympischen Winterspiele 2026 investiert werden.


20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Angst, Wut, Hoffnung“ Das rassistische Attentat von Hanau und die Folgen
Von Sebastian Friedrich Mit: Serkan Kaya

Regie: Hannah Georgi Ton: Gerd Nesgen
Deutschlandfunk Kultur/NDR 2025
Am 19. Februar 2020 veränderte sich das Leben von Serpil Temiz Unvar für immer. An diesem Tag tötete im hessischen Hanau ein 43-jähriger Mann neun junge Menschen mit Migrationshintergrund, seine Mutter und schließlich sich selbst. Unter den Opfern war auch der 23-jährige Ferhat Unvar, der Sohn von Serpil Temiz Unvar. Seitdem engagiert sie sich für eine Gesellschaft ohne Rassismus und versucht so, dem sinnlosen Tod ihres Sohnes einen Sinn zu verleihen. Noch im Jahr des Attentats gründete sie die „Bildungsinitiative Ferhat Unvar“.


21:05 Uhr Deutschlandfunk Konzertdokument der Woche

The Monochrome Project
Marco Blaauw (1965) – „Enigma“
Guillaume Dufay (1397-1474) – Missa „Se La Face Ay Pale“
Rolf Wallin (1957) – „Prillar Octagon“
Arvo Pärt (1935) – „Summa“
Rebecca Saunders (1967) – „Neither“
Liza Lim (1966) – „Shallow Grave“
Ensemble The Monochrome Project
Aufnahmen vom 10.4.2024 in der Fundación Juan March, Madrid
Am Mikrofon: Egbert Hiller
Den niederländischen Trompeter Marco Blaauw (*1965) kennt man als Mitglied der Kölner Musikfabrik. Mit seinem weltumspannenden Projekt „Global Breath“ betreibt er zudem Klangforschung auf dem weiten Feld der Blasinstrumente. Ein weiteres seiner Projekte ist das von Blaauw 2015 gegründete Ensemble „The Monochrome Project“. In einem von der EBU übertragenen Konzert in der Madrider Fundación Juan March im April letzten Jahres kombinierte es Renaissance-Musik mit zeitgenössischen Werken. Blaauw arrangierte dafür eine Messe des franko-flämischen Komponisten Guillaume Dufay aus dem 15. Jahrhundert für acht Trompeten. Demgegenüber standen heutige Originalwerke für ein, zwei, vier oder acht Trompeten oder Schneckenhörner.


22:03 Uhr SWR Kultur NOWJazz

„Migration und Zerstörung von Archiven“ Von Maxi Bröcking
Camila Nebbia ist in Buenos Aires geboren worden und lebt mittlerweile in Berlin. Sie ist Tenorsaxofonistin, Komponistin und Elektronikerin und gehört aktuell zu den spannendsten Saxofonist*innen des Jazz und der Improvisierten Musik. Sie arbeitet mit der Zerstörung und Neuordnung von Archiven und Erinnerung. Intensiv und konzentriert lotet sie die ästhetischen und klanglichen Möglichkeiten ihrer Instrumente aus und erzählt mit fließenden Improvisationen, von Migration, Zerrissenheit und dem Prozess des Suchens.


22:03 Uhr Bayern 2 Eins zu Eins. Der Talk

Gast: Frank-Markus Barwasser, Kabarettist
Frank-Markus Barwassers Bühnenfigur heißt „Erwin Pelzig“, dieser ist ein spießiger Meckerfritze, Cord-Hut-Träger und seit über 30 Jahren Kult bei seinen Fans. Zu Barwassers 65. Geburtstag am 16. Februar wiederholen wir einen Talk aus dem Jahr 2014.


22:05 Uhr Ö1 Diagonal

In memoriam Martin Pollack. Der Kartograf des Vergessens.
Anschl.: Diagonals Feiner Musiksalon: Federico Albanese – „Blackbirds and the Sun of October“

„Im Frühsommer 2003 fuhr ich mit meiner Frau nach Südtirol, zum Brenner, um den Bunker zu suchen, in dem vor 56 Jahren mein Vater tot aufgefunden worden war.“ Als Martin Pollack diesen Satz schrieb – den Beginn des Buchs „Der Tote im Bunker“ – hatte er sich längst einen Namen gemacht: als Autor, als Übersetzer, als Historiker und Literaturvermittler und „Spiegel“ Korrespondent in Warschau und Wien.


23:03 Uhr SWR Kultur Essay

Das Verborgene ans Licht holen – Gefühle in Zeiten des Krieges. Von Julia Solovieva
Was empfinden wir, wenn Krieg herrscht – wie seit dem russischen Angriff auf die gesamte Ukraine vor drei Jahren? Solidarität und Empathie mit einer Kriegspartei? Angst und Bedrohung? Werden wir von Schuldgefühlen geplagt oder erstarren wir in einer Opferrolle? Julia Solovieva ist in Moskau aufgewachsen, seit langem lebt sie in Hamburg. Sie erzählt von der Komplexität der Gefühle, während der Krieg andauert.


23:03 Uhr WDR 3 Studio Neue Musik

Sweet dreams, David Lynch – Eine musikalische Hommage
„Der Klang ist schon das halbe Bild“, sagt David Lynch, der mit seinen Filmen auch zahlreiche Musiker:innen beeinflusst hat. Am 16. Januar ist David Lynch gestorben – Studio Neue Musik mit einer Hommage und „lynchesker“ Musik.


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