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Sammy Davis Jr.: Der unmögliche Traum (5 Teile)

Von Siegfried Schmidt-Joos. Sammy Davis Jr. war einer der ersten Superstars im US-Showbusiness. Dabei erschien ihm das als Afroamerikaner anfangs als „ein unmöglicher Traum“. Der Autor der RIAS-Portrait-Reihe von 1984 ist einer der besten Kenner der Jazz- und Popmusikkultur.

Sein Wissen und sein guter Draht zu Sammy Davis Jr. ermöglichen es Siegfried Schmidt-Joos, eine sehr fundierte und intime Nahaufnahme des Künstlers zu kreieren.

Die erste Folge der Reihe widmet sich den Anfängen und dem Höhepunkt der Karriere des Künstlers: Harlem und London.

Sammy Davies Jr. wurde am 8. Dezember 1925 in Harlem geboren, in einer Zeit, in der rassistische Sprache weiter verbreitet war als heute. In diesem historischen Beitrag sind entsprechend viele Zitate dem Zeitgeist geschuldet.

In der zweiten Folge unserer Reihe über Sammy Davis Jr. geht es um die Musik, die er liebt: Songs aus Broadway-Musicals! Diese sang er am liebsten live. Deshalb gab es auch erst spät Schallplatten von ihm.

Erst 1949 mit 23 Jahren betrat Sammy Davis zum ersten Mal ein Plattenstudio. Damals war er schon ein Broadway-Veteran: Bereits mit drei Jahren bekam er seine erste Gage für einen Bühnenauftritt, als er bei einem Amateurtanz-Wettbewerb in Philadelphia teilnahm. Dort gewann er mit Abstand den ersten Platz und erhielt außer zehn Dollar noch einen Silberbecher.

In der dritten Folge unserer Reihe über Sammy Davis Jr. geht es um die geistige Heimat seiner Musik, um den Auto-Unfall, der ihn das linke Auge kostet, und um seine Hauptrolle im Musical „Golden Boy“ – eine riskante Entscheidung.

Bis 1963 hat Sammy Davis Jr. nicht weniger als 32 Langspielplatten aufgenommen, in zehn Spielfilmen dramatische Rollen gespielt und im US-Fernsehen als erster Afroamerikaner die Rassenbarriere durchbrochen. Und doch ist er unzufrieden mit seinem Image. Deshalb entschließt er sich, im Musical „Golden Boy“ die Hauptrolle zu spielen. Darin geht es um einen schwarzen Jungen aus Harlem, der von Gangstern als Berufsboxer in den Ring gezwungen wird.

In der vierten Folge unserer Reihe über Sammy Davis Jr. steht die Seele seiner Musik im Mittelpunkt. Aber es geht auch um seine Begeisterung für Filme: Legendär war seine Sammlung von vielen Hundert Spielfilmkopien auf 16-mm.

Sammy Davis Junior kannte jeden in der Filmindustrie und plauderte gern aus dem Nähkästchen. Nachzulesen ist das in seinem Buch „Hollywood in a suitcase“. Weil er aber die Traumfabrik auch von innen kannte, die dem lebendigen Menschen irgendwann keine Luft zum Atmen ließ, wie er schrieb, war seine logische Folgerung: weg von der Kamera, rauf auf die Bühne, wo es nur noch um Singen, Sprechen und Steppen geht.

Die letzte Folge unserer Reihe mit historischen Radio-Porträts über Sammy Davis Jr. ist die persönlichste: Es geht um seine Freunde und Vorbilder – allen voran Frank Sinatra und Nat King Cole –, um Frauen, um Macht und Überheblichkeit.

© Deutschlandfunk, Aus den Archiven, 2022/2023

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