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ESSAY: „Das Gegenteil des Bilderrauschs“ Thierry Chervel

Fotobücher feiern eine ungeheure Konjunktur. Sie sind nicht fürs Gucken, was Vinyl fürs Hören ist, kein Retroformat, sondern geradezu eine Folge der Digitalisierung. Und gleichzeitig ein Gegenraum zum Netz. Notizen eines gefährdeten Betrachters.

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Lieder muss ich gestehen, dass ich ein Sammlergen habe. Man darf sich da nichts vormachen. Sammeln ist Sucht. Die Objekte der Sehnsucht sind austausch-, aber nicht immer stapelbar. Wein kann man austrinken. Aber skandinavisches Glas staubt zu. Und jetzt gefährden Fotobücher mein Budget und meinen Blick.

Damit bin ich auch ein Fashion Victim. Gerade sind Fotobücher ein wichtiger Teil der großen Messe Paris Photo Der Markt für Fotobücher explodiert seit einigen Jahren, und es ist ziemlich fazinierend, darüber nachzudenken, warum das so ist.

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