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„Achtung, Bauarbeiten!“ Wie Nachwendekinder literarisch die Hinterlassenschaften der DDR aufräumen

Von Katja Engelhardt. Die DDR gibt es nicht mehr. Aber weg ist sie nicht. Sie spielt immer wieder eine Rolle. Ein historischer Abschnitt deutscher Geschichte, der immerhin so stark nachhallt, dass er noch immer für Schlagzeilen sorgt.

Oft indirekt, auf der Suche danach, wie der deutsche Osten wohl so tickt: Wenn es um Wahlergebnisse geht. Oder um die Frage nach der Impfquote. Die Frage nach den Hinterlassenschaften der DDR taugt sogar für die Spiegel-Bestsellerliste, wie im Fall von „Nullerjahre: Jugend in blühenden Landschaften“ von Hendrik Bolz (2022).

In den letzten Jahren sind immer mehr Romane und Sachbücher mit DDR-Bezug von Autorinnen und Autoren aus jüngeren Generationen erschienen. Alle zeigen, dass die DDR und ihr Nachhall, noch nicht auserzählt sind. Die Autorin dieser Sendung hat mit drei Schriftstellerinnen gesprochen, die die bisherigen Erzählungen erweitern: Paula Fürstenberg, Anne Rabe und Marlen Hobrack. In ihren Büchern erzählen sie von der Prägung durch die DDR, die Wende und die Nachwendejahre und zeigen auf, wie man sich zur Geschichte positionieren kann – zur eigenen, zu der der eigenen Familie und zu der des sozialistischen Staates, einem Teil der Geschichte Deutschlands. Sie räumen jeweils für sich diesen Haufen von Fragen auf, den die DDR hinterlassen hat. Und tun das aus der Gegenwart heraus, mit dem Blick der Nachwendekinder.



© Bayern2, Nachtstudio, 10.1.2023

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