„Alles so schön bunt hier“ Wie divers sind Netflix & Co. wirklich? Von Lisa Pausch

Netflix hat Einfluss: Mitten in Zeiten des weltweiten Lockdowns veröffentlicht der Streamingdienst die Serie „Damengambit“. Sie erzählt die Geschichte eines Waisenmädchens, das die internationale Schachszene auf den Kopf stellt.

Der Schach-Hype bricht auch in Deutschland aus und die Preise für Schachbretter verdoppeln sich zeitweise. Netflix ist nicht das erste US-amerikanische Medium, das versucht, mit einem Kulturangebot global erfolgreich zu werden – wir erinnern uns an Radio Free Europe zur Zeit des kalten Kriegs und MTV in den 80er und 90er Jahren. Inzwischen haben weltweit über 200 Millionen Haushalte einen Netflix-Zugang, Tendenz steigend. Um ein globales Publikum zu erreichen, hat sich Netflix Diversität auf die Fahnen geschrieben: In Serien wie „Sex Education“ werden nicht nur unterschiedliche sexuelle Orientierungen und Praktiken, sondern auch Identitäten, Backgrounds und Körper gezeigt als Teil einer Normalität. Ist Netflix damit ein Vorreiter? Können Streaming-Anbieter wie Netflix, Amazon, Disney Plus und Co. eine globale, wohlhabende und urbane Jugend verbinden? Können wir Lebenswelten auf der anderen Seite des Globus besser verstehen, weil wir sie in Streaming-Serien
gesehen haben? Dieser Zündfunk Generator beschäftigt sich anhand aktueller Serien mit dem kulturellen und politischen Einfluss von Netflix und dabei ganz besonders mit der Frage, wie weit die Diversität, die sich die Streamingdienste auf die Fahnen geschrieben haben, wirklich geht – bis hin zu den deutschen Produktionen.



© Bayern 2, Zündfunk Generator, 26.9.2021

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