„Als ob es bei Spotify um Musik ginge“ Die Autorinnen und Autoren des neuen Buchs „Spotify Teardown. Inside The Black Box of Streaming Music“ räumen mit der Vorstellung auf, dass es bei Spotify in erster Linie um Musik geht

Sie fanden heraus, dass Spotify werberelevante Daten an die Server einer Firma schickt, deren Dienste auch vom amerikanischen Verteidigungsministerium in Anspruch genommen werden. Spotify wollte die dem Buch zugrunde liegende Forschung verhindern – und scheiterte.

Von Jan Kedves

Hat Spotify meinen Musikgeschmack geklaut? In den sozialen Netzwerken tauschen sich Musiker, Musikjournalisten und DJs immer häufiger darüber aus, wie gespenstisch gut die Empfehlungs-Algorithmen des Streaming-Marktführers geworden sind. Nie hätte man gedacht, dass einem Software mal so treffsicher neue Musik ins Ohr spülen würde, die gefällt. Man fühlt sich ertappt, durchschaut. Zukunftsängste kann das vor allem bei DJs und Musikjournalisten auslösen, deren Job ja das Kombinieren, Kontextualisieren und Empfehlen von Musik ist. Beteiligt man sich auf Spotify an einem riesigen digital-behavioristischen Experiment, das die Identitäts-Ausgestaltung via Musik zu algorithmischer Routine werden lässt und Arbeitsplätze bedroht?

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© Suedeutsche Zeitung, 20.4.2019

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