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„Am besten im Frühling sterben“ Dieter Leisegang, ein verlorener Dichter der 60er-Jahre

Dieter Leisegang, ein verlorener Dichter der 60er-Jahre Eine Wiederentdeckung: Der Lyriker Dieter Leisegang war ein unzeitgemäßer und vielseitig begabter Geist. Das Literatur-Feature erzählt von diesem Vergessenen – und von einer literarischen Welt der Sechziger, in der sich oftmals nur das Provokante durchgesetzt hat.

 

Von Anja Hirsch und Ulrich Rüdenauer

„Goldstaub“ nannte Reiner Kunze Ende der 70er-Jahre die Lyrik von Dieter Leisegang und wunderte sich, dass die Literaturkritik diesen Dichter praktisch nicht wahrgenommen hat. Damals war Leisegang bereits einige Jahre tot: 1973 hatte er sich im Alter von 30 Jahren erschossen. In diesem Jahr wäre er 75 geworden.

Vom „Goldstaub“ scheint nichts geblieben zu sein. Man muss schon ein Auge für Nanopartikel haben, um noch Spuren von Dieter Leisegang und seinen Texten zu finden: Seine Bücher sind längst nicht mehr lieferbar, und man kann die Menschen an einer Hand abzählen, die aus persönlicher Kenntnis Zeugnis über ihn ablegen können.

Dass es sich aber lohnt, diesen wenigen Fährten zu folgen, zeigen Anja Hirsch und Ulrich Rüdenauer in ihrem Feature über einen schon zu Lebzeiten Vergessenen, der vielleicht einfach nur nicht laut genug war – für seine Zeit und deren Literaturbetrieb.

© Redaktion: Imke Wallefeld; Produktion: SWR 2013

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