Aufbruch ins Unerhörte: 100 Jahre Miles Davis – Pangea / Aktualisert …
Das habe ich auf dem The Free Jazz Collective Blog gefunden und ICH, finde es ganz wunderbar! Der Trompeters Axel Dörner und Freunde, mit ihrer ganzen eigenen Miles Davis Hommage!
Oh, das ist ein unerwarteter Genuss … Überall finden Feierlichkeiten zum hundertsten Geburtstag von Miles Davis statt, aber ich wage zu behaupten, dass nur sehr wenige so frei sind wie diese! Das von Pangea (1976) inspirierte Set, das eine hochkarätige Gruppe europäischer Experimentalmusiker zusammenbringt, ist feurig und wild, aber auch fließend und wechselhaft. Mit zwei analogen Synthesizern, die eine erstklassige Gruppe unter der Leitung des (passenderweise) Trompeters Axel Dörner ergänzen, treibt die Gruppe das Extreme bis zum Äußersten. Die Aufnahme vom 1. April 2026 stammt aus dem Dialograum Kreuzung an St. Helena in Bonn unter der Schirmherrschaft der In Situ Art Society präsentiert Aufbruch ins Unerhörte: 100 Jahre MILES DAVIS PANGEA. © Text: The Free Jazz Collective
Axel Dörner (DE): Trompete, Elektronik, Leitung
Marthe Lea (NO): Saxophon
Thomas Lehn (DE/AT): Analog Synthesizer
Richard Scott (UK/DE): Analog Synthesizer
Joe Williamson (CA/SE): Kontrabass
Tony Buck (AU/DE): Schlagzeug
Das Projekt „Pangea“ ist eine musikalische Hommage und zeitgenössische Weiterentwicklung, inspiriert von Miles Davis‘ Album „Pangaea“ aus dem Jahr 1976, das während Davis‘ elektrischer Periode aufgenommen wurde. In The Penguin Guide to Jazz schrieben Richard Cook und Brian Morton, dass Pangaeas langatmige Performances kombinierten musikalische Formen aus afroamerikanischen Genres mit Karlheinz Stockhausens Konzeption einer „Weltmusik“, die sich wie schleichende tektonische Platten bewegt.
Miles Davis stellte für den Trompeter, Pianist und Komponist Axel Dörner zu Beginn seiner musikalischen Laufbahn einen entscheidenden Einfluss dar. Dörners Verbindung zu Miles Davis geht über den besonderen Fokus auf verschiedene Klangfarben des Trompetenspiels hinaus und umfasst eine gemeinsame Neugier bezüglich der Möglichkeiten elektronischer Erweiterung der Trompete. In diesem Sinne kann Dörners elektronische Musik als eine Weiterführung und zeitgenössische Version des Trompetenspiels von Miles Davis verstanden werden.
Das Pangea-Projekt vereint Musiker, mit denen Dörner langjährige Zusammenarbeiten pflegt. Doch diese spezielle Kombination soll eine Premiere sein und verspricht ein ganz besonderes musikalisches Ereignis zu werden.
Axel Dörner zum Projekt:
„Miles Davis war am Anfang meiner Beschäftigung mit Musik ein wichtiger Einfluss für mich. So wichtig, daß es für mich gefährlich wurde, zu sehr beeinflusst zu sein und in Gefahr zu laufen wie eine Kopie zu klingen. Glücklicherweise gab es weitere musikalische Einflüsse, welche es mir ermöglichten mit der Zeit eine Distanz zu seiner Musik aufzubauen und heute nach vielen Jahren aus einer umfassenderen Perspektive ein besseres Verständnis seiner Musik insgesamt zu erlangen.
Neben einem besonderen Focus auf verschiedene Klangfarben des Trompetenspiels verbindet mich mit Miles Davis außerdem eine Neugier in Bezug auf Möglichkeiten der elektronischen Erweiterung der Trompete. So gesehen kann meine elektronische Musik als eine Weiterführung und zeigenössische Version des Trompetenspiels von Miles Davis aufgefasst werden. Mit den einzelnen Musikern der Band verbindet mich eine langjährige Zusammenarbeit (mit Marthe Lea habe ich erst vor kurzem in Oslo gespielt, mit Thomas Lehn gibt es das Trio TOOT mit Phil Minton, mit Richard Scott habe ich eine Vielzahl von Duoaufnahmen veröffentlicht, mit Tony Buck spiele ich seit über 20 Jahren im Duo und mit Joe Williamson spiele ich in der Band The Electrics), in dieser Kombination ist es allerdings eine Premiere und verspricht ein ganz besonderes musikalisches Ereignis zu werden.“
Salü radiohoerer,
Miles‘ Album heisst übrigens „Pangaea“, nur damit die Leser sich nicht die Finger wund suchen.
Gruß,
Lucky
Hi Lucky. Das hast du natürlich recht. Aber laut dem Projekt ist da so gewollt. Siehe nachfolgenden Text. Auch den Beitrag habe ich dahingehend vervollständigt.
„Das Projekt „Pangea“ ist eine musikalische Hommage und zeitgenössische Weiterentwicklung, inspiriert von Miles Davis‘ Album „Pangaea“ aus dem Jahr 1976, das während Davis‘ elektrischer Periode aufgenommen wurde. In The Penguin Guide to Jazz schrieben Richard Cook und Brian Morton, dass Pangaeas langatmige Performances kombinierten musikalische Formen aus afroamerikanischen Genres mit Karlheinz Stockhausens Konzeption einer „Weltmusik“, die sich wie schleichende tektonische Platten bewegt.“
Hä? Das soll einer verstehen. Da wollen sie eine Hommage an ein Album, und nennen die Hommage anders als das Album. „100 Jahre Miles Pangea“ macht für mich keinen Sinn – das Miles‘ Album ist aber trotzdem absolut hörenswert, genau wie „Agharta“, „Dark Magus“ und Vorläufer. 🙂
Schönen Sonntag dir, pf!
Hallo Lucky.
Belassen wir es dabei … Wer von uns beiden Axel Dörner trifft, kann ihn ja danach fragen und dann wissen wir mehr …
Axel Dörnaea, wohl besser 😉