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„ausgeartetes auspunkten“ Hörspiel von Franz Mon

Grundlage des Hörspiels ist eine Wörterschlange aus Verben, die mit den Präfixen »aus«, »an«, »ab« und »auf« besetzt sind. Jeweils acht formiert Mon zu einem Satz, dem aber das Subjekt und die Personalendungen fehlen. Diese Infinitivsätze folgen einer alphabetischen Ordnung. 

 Die Schlange beginnt mit »ausarten« und endet mit »auszwitschern« bei Z. Auch wenn in Momenten Erinnertes aufscheint, ist das Stück, gezeigt an den Verben, eine Hommage an die Autonomie der Wörter – an ihre Würde und ihre Fragilität.

Die vier Stimmen tasten zielgenau und hemmungslos die akustischen Spielräume der Wörter ab – bis dahin, dass sie den Laut des Wortes statt seines Sinnes hervorkehren oder atem- und lautgestische Sinnbezüge heraufbeschwören. Wer sich diesem »Hör!Spiel!« zwischen Semantik, Nonsens und Musikalität überlässt, wird mit dem Leuchten der Wörter aus der Wirklichkeit sowie des Traumes belohnt.



„ausgeartetes auspunkten“ Hörspiel von Franz Mon
Mit Peter Lieck, Eva Garg, Chris Pichler, Markus Meyer und Franz Mon

© HR 2, Hörspiel, 3.7.2022

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