Beat Furrer wird 70 „Was ins Geplapper platzt“
Von Max Nyffeler (FAZ). Viele Worte macht er nicht, aber er bringt Texte über die Zeiten hinweg miteinander ins Gespräch. Jetzt wird der Komponist Beat Furrer 70 Jahre alt.
Stille Wasser gründen tief – zu kaum einem Komponisten passt das Sprichwort besser als zu Beat Furrer. Er ist kein Mann der lauten Rede und vielen Worte. Zum Komponieren zieht er sich gerne in die Abgeschiedenheit zurück, vor einiger Zeit fand er sein Refugium in einem einsamen Forsthaus im Gesäuse, der Berglandschaft in der Steiermark. Die Natur, so bekannte er 2018 in einem Gespräch mit der Publizistin Monika Mertl, verändere sein Zeitempfinden: „Sie war schon vor uns und wird nach uns sein.“ Das spiegelt sich in seiner Musik.
© FAZ, Feuilleton, 6.12.2024