Best of 2025Best Of The Years

Best of 2025: Gerhard Emmer – Das individuelle Musikjahr 2025 – Listen-Gezipfel und so Zeug…

Da es bei mir fast „nur“ um Jazz und ähnliches geht, ist seine Liste das komplette Gegenteil und deshalb auch so wichtig. Rockmusik, Konzert und viele wichtige Gedanken zur Musik der Zeit. Echt Stark und auf dem Niveau wie wir es von Gerhard kennen.

Time waits for no one, und haben tut man sie auch zu wenig, die Zeit, meistens. Für ein paar Konzerte und die eingehende Beschäftigung mit dem ein oder anderen Tonträger ist es sich 2025 trotzdem ausgegangen. Das wenigste wurde hier ausführlich besprochen, die Chose hat ja erst im August wieder den Betrieb aufgenommen. Aber trotzdem auch heuer, quasi aus alter Tradition: Listen-Gedöns, siehe weiter unten. Im kommenden Jahr um diese Zeit vielleicht wieder vollständiger und ausführlicher. Falls man bei einer individuellen Auflistung überhaupt von „vollständig“ sprechen kann. Wohl eher nicht…

Anyway – Die Ansage lautet auch für 2026: Platten kaufen, in Konzerte gehen, am Merch alles von T-Shirts über Bierbecherhalter bis Jute-Sackerln mitnehmen, damit die Musikanten-Zunft von irgendwas leben kann. Sonst wird’s irgendwann zappenduster bzw. halt einfach nur noch gespenstisch leise. Da braucht’s dann auch keine Pandemie mehr für. Am Streaming-Marktführer Spotify verdient keine Sau was außer dem Firmenbetreiber, David Byrne hat es in seinem Buch ‚How Music Works‘ bereits vor etlichen Jahren am Beispiel seiner eigenen ehemaligen Band vorgerechnet: ein mittlerer dreistelliger (!!!) Dollar-Betrag im Jahr, für Millionen-Seller wie die Talking Heads. Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Da wird einem brachial vor Augen geführt, wie prekär die Lage ist, vor allem dann bei den Indie-, Nischen-, Underground- und Geheimtip-Acts, die mit den paar Cents vom Streaming-Marktführer mit dem berühmten Ofenrohr ins Gebirge schauen, zumal auch die Verkaufszahlen für die physischen Hardware-Produkte im Keller sind. Insofern kann man gar nicht genug dankbar sein, allen gegenüber, die weiter unbeirrt Tonträger einspielen und veröffentlichen, touren, Hallen betreiben, Konzerte veranstalten, promoten, buchen und sich sonst noch anderweitig das Kreuz mit dem Musik-Betrieb auftun. Eine Runde langanhaltenden virtuellen Applaus dafür, ernsthaft.

Gerhards Nummer 1:

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