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Bill Callahans Album „YTILAER“: Ist es eine Krankheit oder ein Song?

Mit „YTILAER“ will Bill Callahan die Sinne wieder in Gang bringen. Es ist eine phänomenale Beständigkeit – hier ist das Wort frei von seinem zweifelhaften Beiklang zu verstehen –, die das Schaffen von Bill Callahan auszeichnet. Von Stefan Michalzik.

„YTILAER“ – die Spiegelung des Wortes „Reality“ – ist das neunte Album des 1966 im Provinzort Silver Spring, Maryland geborenen und seit langem in Austin, Texas lebenden US-amerikanischen Singer/Songwriter seit dem Solodebüt 2007, dem eine langjährige Phase mit einer an Lo-Fi und Noise orientierten Ästhetik unter dem Namen Smog vorausgegangen war. Abgesehen davon lässt sich nicht sagen, dass Callahan sich immer wieder neu erfinden würde. Das braucht es auch nicht, denn er schreibt nicht nur großartige Songs ohne Unterlass, er ist auch ein Meister in der Kunst des Arrangements. Seine unwiderstehlich sonor-stoische Baritonstimme stellt ein charakteristisch wiedererkennbares Kontinuum dar, die Songs indes lässt Callahan in immer wieder anderen Farben schillern.




Frankfurter Rundschau, Kultur, Musik, 15.11.2022

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