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„Brief an meine Mutter“ Hörspiel von Georges Simenon.

Um seine 90-jährige Mutter während ihrer letzten Tage zu begleiten, kehrt Georges Simenon 1971 in seine Heimstadt Lüttich zurück. „Warum bist du gekommen, Georges?“, wird ihn seine Mutter fragen. Hilfe, die will sie nicht und hat sie immer abgelehnt.

Erst recht nicht von ihrem Sohn. Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen, war ihr Leben geprägt von Entbehrungen und Enttäuschungen, von unbedingtem Aufstiegswillen, von Sorgen um ihr Auskommen und ihre Außenwirkung.

Das Verhältnis zu ihren zwei Ehemännern war kühl, den Ruhm des Sohnes wusste sie nicht zu würdigen. Nie war er gut genug. Haben sie einander je verstanden, haben sie sich je geliebt? Wer war diese Frau? Wieso war ihr Kontakt zeitlebens gestört? Drei Jahre nach ihrem Tod schrieb Simenon seiner Mutter diesen Brief. Es ist sein wohl bedeutendster autobiographischer Text, keine finale Abrechnung, vielmehr der Versuch, zu verstehen.


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„Brief an meine Mutter“. Von Georges Simenon
Mit Werner Wölbern.
Musik: Fatima Dunn.
Übersetzung aus dem Französischen: Melanie Walz.
Bearbeitung und Regie: Elisabeth Weilenmann (NDR 2020)

© Ö1, Hörspiel, 30.1.2021

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