„Catalonian Rhapsody“ Der spanische Pianist Tete Montoliu
Es gibt keine Regel dafür, wie man Blues glaubhaft spielt. Ein spontanes, aus dem Inneren kommendes Gefühl kreativ umzusetzen, ist eine Kunst für sich.
Von Gerd Filtgen
Der von Geburt an blinde Pianist Tete Montoliu (1933 – 1997) hatte diese Sensibilität, die er auch im Feld des Modern Jazz mit stilistischen Elementen seiner spanischen Heimat verband. Seine technisch brillante, nie seelenlos klingende Spielweise führte zu zahlreichen Aufnahmen als Leiter eigener Bands. Ebenso beeindruckend verliefen Montolius Engagements als Begleiter amerikanischer Stars mit unterschiedlicher musikalischer Konzeption: angefangen bei „Jazz Flamenco“ mit dem Vibrafonisten Lionel Hampton, als Partner im musikalischen Kosmos des Multiinstrumentalisten Roland Kirk, bei zahlreichen Hard-Bop Exkursionen mit dem Tenorsaxofonisten Dexter Gordon bis hin zu der eher abstrakten Auffassung des Saxofonisten Anthony Braxton, überzeugen Montolius schillernde Improvisationen.
© SWR 2, Jazztime, 5.2.2017
Lionel Hampton:
Toledo Blade/CD: Jazz Flamenco
Lionel Hampton
Thelonious Monk:
Blue Monk/CD: The European All Stars 1961
Tete Montoliu
Tete Montoliu:
Narrow Bolero/CD: The Complete Mercury Recordings Of Roland Kirk
Roland Kirk
J. Kern:
Yesterdays/CD: Jazz At Catalunya
Tete Montoliu/Booker Ervin
Charlie Parker:
Au Privave/CD: Catalonian Fire
Tete Montoliu
John Coltrane:
Trane’s Blues/CD: In TheTradition 1 & 2
Anthony Braxton
Joan Manuel Serrat:
Two Catalan Songs/CD: Songs For Love
Tete Montoliu
DeMoraes/Jobim/Bonfa/Maria:
Orfeo/CD: Temas Brasilenos
Tete Montoliu
Montoliu:
Blues For Myself/CD: Blues For Myself
Tete Montoliu