CD TIPP

CD TIPP: Philipp Groppers Philm „Consequences“ WhyPlayJazz // Grischa Lichtenbergers „Re: phgrp – reworking ›Consequences“ Raster

Ihr werdet Euch sicher fragen: Zwei CDs ein Tipp ? Nun, das ist einfach, weil sie zusammen gehören. Philipp Gropper Philm „Consequences“ ist die Ausgangsbasis für das „reworking“ von Grischa Lichtenberger. Und was ich mit „zusammen“ meine, erfahrt ihr noch …

Philipp Groppers Philm „Consequences“

Es ist eine sehr komplexe und rhythmisch vertrackte Musik, wer sich davon fangen lässt, der kann einen tollen Flow erleben.  Und sie klingt wie ein hektischer, nervöser Groß-Stadt-Jazz. Die vielen Wiederholungen, Verschiebungen erzeugen das Gefühl von Unsicherheit und auch Gefahr.
Wie ein Gang durch eine Großstadt, wo einem an jeder Ecke eine andere Welt begegnen kann. Hart, schnell, unmittelbar, kompromisslos und mit vielen verschiedenen Atmosphären.
Ich bin sehr beeindruckt von der Wucht und Energie dieser Musik, was sich in einer klaren Empfehlung zur CD des Jahres niederschlägt.

Insgesamt ist die Musik die WhyPlayJazz veröffentlicht sehr wichtig. Sie schielt nicht auf die Gemeinplätze die von den „3 Buchstaben“ belegt sind. Und das haben sie auch gar nicht nötig. Ihre Musik ist dem JETZT verhaftet. Ohne Kompromisse. BRAVO !

Anspieltipp: Saturn

Grischa Lichtenbergers „Re: phgrp – reworking ›Consequences“

Man muß da vorsichtig sein. Das „reworking“ ist nicht zu verwechseln mit „recomposed“.
Klar. Grischa geht hier ganz anders vor. Er nimmt die Stücke von Philipp Gropper unter die Lupe.
Er sucht nach Fixpunkten, nach charakteristischen Figuren mit denen er arbeitet, um dann etwas neues daraus zu kreieren. Er schafft es die Energie der Jazzstücke zu beizubehalten, den Gestus dieser Musik. Interessant sind auch die vielen Varianten zu einem Stück zu hören und zu vergleichen.

Überhaupt die Stücke parallel zu hören. Alles digital auf dem Rechner und die Titel mit verschiedenen Playern gleichzeitig angehört. Eine mögliche Variante. Ihr merkt schon, dass ich ziemlich begeistert bin. In der Tat stellt diese Arbeit von Grischa etwas besonderes dar. Wie er es mit seinen elektronischen Instrumenten schafft sich dem Jazz anzuverwandeln, das ist mehr als bemerkenswert ! Immerhin kann man lesen, dass diese Form der Zusammenarbeit weitergeführt werden soll.
Hierbei ergeben sich neue Schnittmengen und ich denke dann gleich an Richard Teitelbaum.

 

 

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2 Kommentare zu „CD TIPP: Philipp Groppers Philm „Consequences“ WhyPlayJazz // Grischa Lichtenbergers „Re: phgrp – reworking ›Consequences“ Raster

    • portfuzzleBeitragsautor

      Und deshalb sind diese beiden zusammen meine Nr. 1 der Best of 2019 !

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