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Das Filter: Wochenend-Walkman vom 2.12.2017 mit Otto A Totland, Prins Thomas und Phoebe Bridgers

Otto A Totland – The Lost

 

Totland ist reiner Soul. Musik, die einen das Hier und jetzt nie vergessen lässt, sondern im Gegenteil verständlich(er) macht, einen immer wieder zum genau richtigen Zeitpunkt rauskippt aus dem Schaumbad der Ignoranz und uns konfrontiert mit den Schmerzen der Seele, die unvermeidlich auf uns einprasseln. Der musikalische Jahresrückblick – gemacht am Klavier und hoffentlich wenigstens gekippten Fenster.

 

 

Prins Thomas – 5

 

Bisweilen psychedelische Gitarren, händisch angeschlagene Bassläufe, immer wieder das kleine bisschen Mehr, als bloß Maschine. Und so gesellen sich zum gewohnt gekonnten Eklektizismus aus balearischem und Cosmic Disco Versatzstücke von Country und Folk. „5“ drängelt mal mit Blinker links, zuckelt dann wieder gemütlich auf der rechten Spur, aber immer geradeaus gen tief stehender Wintersonne, die Bassline als niemals enden wollender Mittelstreifen in der Mitte. Und trotz Winter – selbstverständlich – im Cabrio.

 

 

Phoebe Bridgers – Stranger In The Alps

 

Bridgers Platte haftet trotz ihrer Leichtigkeit, den etwas poppigeren Songs (wie „Motion Sickness“) und zarten Instrumentierung etwas Morbides an. Wer daher lieber etwas mehr Weihnachtsstimmung zum ersten Advent braucht, dem empfehle ich ihre charmante, flüsterfolkige Version von „Have Yourself a Merry Little Christmas“.

 

 

 

 

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