„Das Geheimnis der Sterntagebücher“ Eine Lange Nacht über die Science-Fiction-Legende Stanisław Lem / Von Markus Metz und Georg Seeßlen … online …

Nachdem Hardy unter dem Feature von Sven Ahnert über Stanisław Lem einen Link zur Langen Nacht gesetzt hatte, muss ich hier diesen Beitrag bringen. Mit dem Feature sind es dann 4 Stunden über Stanisław Lem. Was will man mehr?!?

Der polnische Autor und Philosoph Stanisław Lem (12.09.1921 – 27.03.2006) gilt als Klassiker der Science-Fiction. Jahrzehnte vor ihrer tatsächlichen Entwicklung beschrieb er visionär komplexe Technologien wie virtuelle Realität, neuronale Netze und Nanotechnologie. Lem ist einer der meistgelesenen Science-Fiction-Autoren und zugleich einer der schärfsten Kritiker der „trivialen“ Spielart des Genres. Regie: Claudia Mützelfeldt.

Seine bekanntesten Werke sind neben „Solaris“ und „Der futurologische Kongress“ die „Sterntagebücher“ um den Weltraumfahrer Ijon Tichy. Über sie sagte der Schriftsteller Siegfried Lenz: „Ich wüsste kein Buch zu nennen, in dem so viel gebildeter Sarkasmus versammelt ist, so viel zärtlicher Spott, soviel Humor, Schabernack, Witz und lichter Tiefsinn wie in den ‚Sterntagebüchern‘.“

Auf seiner sechsundzwanzigeinhalbten Reise erkennt der Raumfahrer Ijon Tichy, dass die frühen Texte zu seinen Raumreisen nicht von einem Programm mit der Bezeichnung „Literal Emulsion Module“, kurz LEM stammen, sondern von einem veritablen Menschen mit Namen Stanisław Lem, einem polnischen Schriftsteller und Theoretiker des 20. Jahrhunderts. Fasziniert erkennt Ijon Tichy in dessen Biografie Eigenschaften und Lebensumstände von sich selbst. Lem hatte Etliches von dem vorausgesehen, was in Ijon Tichys Welt so gründlich schiefgelaufen ist. Stanisław Lem, so viel ist Ijon Tichy bald klar, war ganz offensichtlich ein Wissenschaftler seines, des 21. Jahrhunderts – nur, dass er 100 Jahre vorher gelebt hatte. Eine Lösung für das merkwürdige Paradoxon hofft Tichy beim „Futurologischen Kongress“ zu finden.





© Deutschlandfunk, Lange Nacht, 4.9.2021

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