Das INNTöne Jazzfestival 2018 (Teil II)
Eine absolute Neuentdeckung, ein Altmeister und ein einen Hype auslösender Senkrechtstarter: Alexis Morrast, David Murray und Kamasi Washington beim Bauernhof-Jazz-Festival im Innviertel, den INNtönen.
Mit Karsten Mützelfeldt
Der künstlerische Leiter, Bio-Bauer Paul Zauner, ist seit vielen Jahren bemüht, eine Balance zu schaffen – zwischen bekannten und unbekannten Namen, zwischen jungen und etablierten Musikern. 2018 waren die Vertreter Österreichs weniger repräsentiert als sonst, dafür dominierten diesmal Zauners gute Kontakte zur US-, insbesondere zur afro-amerikanischen Szene. Für staunende Ovationen sorgte die gerade einmal sechszehnjährige (!) Alexis Morrast, eine ungeachtet ihrer Jugend verblüffend reif wirkende Sängerin und eine der großen Hoffnungen im Vokal-Jazz. Der Saxophonist David Murray, ein Stammgast des Festivals, stellte sein „Class Struggle„-Quintett vor. Das bombastische Finale gestaltete der vieldiskutierte Tenorist Kamasi Washington– für viele der Höhe- und für einige der Tiefpunkt der INNtöne 2018.
David Murray Class Struggle
David Murray – ts, bcl;
Mingus Murray – git;
Lafayette Gilchrist – p;
Rashaan Carter – b;
Russell Carter – dr
Alexis Morrast Quartet
Alexis Morrast – voc;
Carlton Holmes – p;
Milan Nikolic – b;
Christian Salfellner – dr
Kamasi Washington Band
Kamasi Washington – ts;
Rickey Washington – fl, ss;
Ryan Porter – tb;
Brandon Coleman – keyb;
Robert Miller – dr;
Miles Mosley – b;
Tony Austin – dr;
Patrice Quinn – voc
Aufnahmen vom 18. – 20. Mai 2018 aus Diersbach, Österreich