„Das zweite Gesicht“ Eine Lange Nacht über Masken
Von Kerstin Kilanowski. Masken haben die Menschen auf verschiedene Weise schon immer fasziniert. Sie können etwas verbergen, vor Krankheiten schützen, verkleiden. Eine Reise zu ethnologischen Museen, Maskenbauern, Performern, Fetisch-Liebhabern und Ausgestoßenen.
So erscheinen in nahezu allen traditionellen Kulturen Masken als Botschafter zur Welt der Ahnen. Auch die Theatermaske hatte ursprünglich kultische Bedeutung – verlassen hat sie die Bühne nie, ob in der Comedia del’Arte, bei Bertold Brecht oder im japanischen No-Theater. Ohne Masken ist auch kein Fasching oder Karneval denkbar, denn der Alltagsmensch will für ein paar verrückte Tage ein ganz Anderer sein. Außenseiter und Randgruppen wiederum verbergen ihre wahre Identität oft hinter einer gesellschaftlich akzeptierten Maske, einer angepassten Identität, von der sie sich Zugehörigkeit erhoffen. Masken können aber auch Schutz vor Krankheiten bieten – ob zur Zeit der großen Pestepidemien oder zuletzt während der Corona-Pandemie. Diese Lange Nacht ist eine Reise durch die vielen Welten der Masken. Mit Besuchen in ethnologischen Museen, bei Maskenbauern, Performern, Fetisch-Liebhabern und Ausgestoßenen.
Das zweite Gesicht
Eine Lange Nacht über Masken von Kerstin Kilanowski
Regie: die Autorin
© Deutschlandfunk, lange Nacht, 13.9.2025