David Virelles: „Alle Musik ist wichtig!“ Ein Pianist aus Kuba unterrichtet in Zürich

David Virelles ist ein musikalischer Expat. Der kubanische Pianist, der sich in der amerikanischen Jazzszene etabliert hat, wirkt als Dozent in Zürich. Entsprechend weit ist sein Horizont. Im Rahmen des Zürcher Festivals «unerhört!» tritt er solo auf. Von Florian Bissig.

Vor der afrokubanischen Musiktradition gebe es kein Entkommen, sagt David Virelles. Nicht, wenn man in Santiago de Cuba aufgewachsen sei, und dies erst noch als Sohn eines Volksmusikers. Der Pianist, seit Jahren eine feste Grösse in der New Yorker Jazzszene, sagt dies aber ohne das geringste Bedauern.



Mitten in der Covid-19-Pandemie wurde Virelles zum Dozenten für Jazzklavier an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) gewählt. Seit dem Frühling reist der Kubaner aus New York nun zweimal pro Semester nach Zürich, um Einzelunterricht zu geben und Ensembles zu betreuen. Die Schweiz aber kennt er schon, seit er 2007 begann, Workshops an den Langnau Jazz Nights zu leiten. Später folgten Residenzen an den Jazzschulen Basel und Luzern.



Die Freiheit des Jazz

Virelles erzählt, dass er auf seinen Spaziergängen immer wieder fasziniert sei vom schönen Zürich. Und er lobt die Zusammenarbeit mit seinen Zürcher Kollegen. Aber er würde sein pädagogisches Engagement gern noch um zusätzliche Projekte erweitern, um den Blick der Studierenden über den Tellerrand des Jazz zu richten.



© NZZ, Feuilleton, 20.11.2021

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