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„Der Feind in meinem Hirn“ Traum, Paranoia und künstliche Intelligenz bei Philip K. Dick Mit Harry Lachner

Hinter der Konzeption des Simulacras oder Androiden, wie der amerikanische Science Fiction-Autor Philip Kindred Dick (1928-1982) diesen künstlichen Menschen nennt, verbirgt sich die paranoide Vorstellung, daß mit ihm das Fremde unbemerkt unter uns weilt. Mehr noch, er ist uns überlegen: physisch, psychisch, moralisch.

Mit Harry Lachner

Harry Lachner stellt in einer radiophonen Ideen-Collage zusammen, wie das Genre Science Fiction ähnlich der phantastischen Literatur des 19. Jahrhunderts das im Kern Verdrängte an die Oberfläche holt. Die Ununterscheidbarkeit des Realen vom Künstlichen, vom Humanen und Maschinellen, ist dabei nur ein Aspekt im großen Oeuvre des bedeutenden Science-Fiction Autors, auf dessen Werken Hollywoodfilme wie „Blade Runner“ und der „Minority Report“ basieren. Was nehmen wir überhaupt wahr? Und wie ist diese Wahrnehmung manipulierbar? Diese Fragen tauchen in Philip K. Dicks Werken häufig und an zentraler Stelle auf.
Zukunftsutopie und Gegenwartsbeschreibung

In Dicks Werken setzen sich der Feind, der Alien oder die Mechanismen der totalen Überwachung im eigenen Kopf fest wie ein zweites Bewußtsein. Überwachung, Reglementierung, Mechanisierung des Lebens und Tötens, oder die Kommerzialisierung der kleinsten Lebensbewegung – deren heutiges Ausmaß hat Dick in vielen Bereichen mit fast satirischer Präzision vorweggenommen. Science Fiction und Utopie sind hier nur in die Zukunft verlagerte, bis zur Kenntlichkeit verzerrte Zustandsbeschreibungen der Gegenwart. Jedenfalls wenn man weiß, was die Gegenwart eigentlich ist.

Teil 1:

Teil 2:

Interview mit Harry Lachner zu diesen Feature

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