Der Komponist Morton Feldman zum 100. „Meister der Langsamkeit“
Von Florian Hauser (BR Klassik). New York, 12. Januar 1926. Morton Feldman wird geboren. Als junger Mann will er mit dichter Musik die Tradition der Wiener Schule fortführen.
Dann aber beginnt er den Konzertbetrieb als leere Abfolge von Zirkusnummern zu verachten, und wie aus Protest bläht sich nun seine Musik auf, wird lang und länger. Und tritt auf der Stelle.
Morton Feldmans Eltern, jüdisch-ukrainische Einwanderer in den USA, sind von Anfang an darauf bedacht, dass der Kleine mit Musik aufwachsen soll. Das elterliche Klavier ist bald sein liebstes Spielzeug, jeden Tag verbringt er Stunden vor dem Instrument.
© BR Klassik, 12.1.2026
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