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Der mysteriöse Rabe des Edgar Allan Poe oder Besuch um Mitternacht.

Feature von Eva Schobel zum 175. Todestag Edgar Allan Poes. Am 29. Januar 1845 erschien Edgar Allan Poes „Der Rabe“ erstmals im New Yorker „Evening Mirror“ – und machte seinen Verfasser über Nacht bekannt und zum Mittelpunkt der literarischen Salons und Soireen.

Das Langgedicht über einen Erzähler, der sich in fiebrigen Träumen nach seiner verstorbenen Geliebten verzehrt, vereinigte alle Motive, die für Poes Schaffen typisch sind: Der Tod einer schönen Frau; der einsam trauernde Liebende, die „Sucht nach Selbstpeinigung“ – und die qualvolle Ungewissheit, ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Angeblich zehn Jahre hatte der Meister des Düsteren an dieser bewusst klangvollen Komposition gearbeitet – und noch heute beschäftigt sie die Fantasie der Nachgeborenen. Ein erzählendes Gedicht, das dem vielleicht bedeutendsten Vogel unserer Geschichte ein Denkmal setzt.



© Ö1, Tonspuren, 8.10.2024

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