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Der Standard: „Bohren und der Club of Gore: Die Pracht des Nichts“ Von Karl Fluch

Die deutsche Ausnahmeband veröffentlicht das Album „Patchouli Blue“ – nichts für Batikhemden. Auf Spotify durchstarten werden sie wieder nicht, denn Durchstarten ist kein Thema dieser Musik. Abbremsen, konzentriert durchhängen, die Pracht des Nichts beschwören, die meditative Qualität einzelner Töne inszenieren.

Da dräut zwar scheinbar das Reich der Esoterik, doch bevor diese vor Glückseligkeit dämlich grinsend ihr Batikkleid hebt, kratzen Bohren und der Club of Gore die Kurve in die Schaurigkeit. Bohren und der Club of Gore sind eine deutsche Band, wie es sie kein zweites Mal gibt. Jetzt ist ihr neues Album erschienen, es heißt Patchouli Blue – vielleicht will man die Zielgruppe ja doch um die Esoteriker erweitern. Doch derlei Gedanken wischt ein Titel wie Tief gesunken in Zeitlupe vom Tisch….

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© Der Standard, Kultur, 13.1.2020

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